Twitter für Unternehmen – Corporate Twitter

19. März 2009

Twitter – DAS Synonym für Microblogging – ist momentan in aller Munde. Selbst klassische Medien beziehen Twitter immer häufiger in ihre Berichterstattung ein. Twitter eignet sich hervorragend, um Banalitäten zu publizieren oder mit Freunden und Kollegen in Kontakt zu bleiben. Aber das sind nur wenige der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Welche Optionen Twitter für Unternehmen bietet, möchte ich Ihnen heute vorstellen.

Da ich selbst auch (noch) kein Twitter-Profi bin, beziehe ich mich dabei auf das Buch „Twitter – Mit 140 Zeichen zum Web 2.0“, welches ich Ihnen für detaillierte Informationen wärmstens empfehlen kann. Thematisch passend dazu, gibt es auch ein gleichnamiges Blog, das von den Autoren Nicole Simon und Nikolaus Bernhardt betrieben wird.

Wie nutzen Unternehmen Twitter bisher?

Im Vordergrund steht der offene Dialog mit dem Kunden. Konsumenten können Lob und Kritik aussprechen, aber ebenso Verbesserungsvorschläge machen. Twitter ist eine kostengünstige und reichweitenstarke Möglichkeit, um Angebote und Hinweise zu veröffentlichen. Microblogging zeichnet sich ja durch die Begrenzung auf 140 Zeichen aus. Daher kann man diese sinnvoll nutzen, um auf ausführliche Informationen im Corporate Blog oder auf der Website zu verweisen.

Was spricht für Corporate Twittering?

Zum Beispiel folgende Beispiele: Dell machte mittels Twitter 2008 bereits eine Million € Umsatz mit Sonderangeboten. Die deutsche Bahn ist zwar selten pünktlich, aber immerhin zwitschert sie ihre Verspätungen jetzt via Twitter (und im schönen Corporate Design). British Airways weist via Twitter u.a. auf Aktionen hin – viel einfacher und weniger zeitaufwendig als ein Newsletter! Über den Social Brand Index kann man nach twitternden Unternehmen suchen bzw. seinen eigenen Corporate Account eintragen. Ob es den auch für den deutschen Markt gibt, weiß ich leider nicht. Vielleicht hat da jemand Informationen? Würde mich sehr interessieren! Weiterhin liest man im Twitter-Lexikon: „Die optimale Abstimmung der Twitter-Funktionalität auf den Google-Algorithmus führt zu einem hohen Page Rank und damit zu einer entsprechend guten Trefferwahrscheinlichkeit für Tweets in der Google-Suche. Äußerungen zum Unternehmen, der Marke und den Produkten werden so für eine breite Öffentlichkeit sichtbar.“

Also muss man doch quasi twittern, oder?

Oder nicht: Twitter zeichnet sich durch seine Aktualtiät und Schnelllebigkeit aus. Wer nur alle paar Tage oder gar noch seltener etwas zu twittern hat, der sollte lieber beim Blog bleiben. Twitter ist zwar ein finanziell günstiger Dienst (die Anmeldung und Nutzung ist kostenlos), aber der zeitliche Aufwand ist nicht zu verachten. Als Privatmann bzw. Privatfrau twittert man vielleicht einige Male am Tag. Als Corporate Twitterer können schnell zahlreiche Anfragen täglich an Sie gerichtet werden. Und die gilt es zeitnah zu beantworten. Das heißt innerhalb weniger Stunden! Die Ressourcen dafür sollten eingeplant sein BEVOR Sie einen Corporate Twitter Account einrichten. Was genau man beachten muss, wenn man als Unternehmen twittern möchte und wie man dabei am besten vorgeht, erzähle ich Ihnen beim nächsten Mal. Ich freue mich über Fragen und werde diese gerne aufgreifen. Falls Sie bereits ein twitternder Unternehmer sind, bin ich gespannt auf Ihre Erfahrungen und Tipps!

Bis bald, Melanie Schyja

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Kommentare

  1. Servus.

    Was mir irgendwie fehlt, ist die Betrachtungsweise, dass Twitter zum CRM zählt. Genauso wie es Blogs auch tun, auch wenn es die wenigstens Unternehmen bis heute wirklich begriffen haben. Aber das ist ein anderes Thema.
    Und wer 1-3 fitte Mitarbeiter hat, sollte auch Twitter zur Kundenbindung einsetzen können. Es ist dafür durchaus sehr mächtig, weil es flexibel ist. Und ich als Kunde/Aussenstehender direkten Draht ins Unternehmen habe. Auf eine Kommunikation die ich als Kunde gewählt habe. Was mir ein besser Gefühl gibt.

    Es ist halt auch immer die Frage, in welchen Dimensionen sich alles abspielt. Es ist ein Unterschied, ob ich ein KMU oder die Bahn bin. Ich denke, einem KMU kann es durchaus einen Vorsprung gegen über dem Wettbewerb bringen.

    Welches Wort mir aber gänzlich in diesem Artikel gefehlt hat, und das ist wohl auch der Grund, was den meisten Unternehmen das Genick brechen wird: Authentizität.
    Twitter ist genauso vielseitig einsetzbar wie Blogs es sind. Nur näher, je nachdem wie man es einsetzt.

    Genug Philosophie 🙂

    just my 2 cents,
    twitter.com/derwebworker

    Kommentar von der Webworker - 19. März 2009 um 16:52

  2. Hallo Webworker,

    erstmal vielen Dank für den schönen Kommentar!

    Deine Kritik ist durchaus berechtigt. Ich habe noch einige Twitter-Beiträge in der Warteschleife und gehe beim nächsten Mal intensiver darauf ein, wie wichtig der menschliche Aspekt hinter dem Twitter-Account ist. Denn nur so kann man meiner Meinung nach richtig punkten. Die deutsche Bahn twittert zwar die Verspätungen, aber persönlich ist das nicht.

    Auch Dein Argument, dass gerade KMU deutliche Wettbewerbsvorteile durch einen gut gepflegten Twitter-Account erlangen können, kann ich nur befürworten! Gerade weil ich das genauso sehe, habe ich mich dazu entschieden in diesem Blog das Thema Twitter ausführlich zu behandeln.
    Übrigens: seit gestern twittert Euroweb auch: http://twitter.com/EurowebGroup
    Und wir sind für konstruktive (!!!) Kritik dankbar!

    So, und jetzt gucke ich mir mal Dein Twitter-Profil an 🙂

    Liebe Grüße
    Melanie

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 19. März 2009 um 16:52

  3. Nette Einführung in die Twitter-Thematik. Mir fehlt allerdings noch ein wenig Tiefgang. Mich würde interessieren, wie sich Twitter konkret in Unternehmen einsetzen lässt. Dazu habe ich vor einiger Zeit mal eine Blog-Reihe unter dem Titel „Einsatzgebiete von Microblogging in Unternehmen“ (http://conception-blog.com/einsatzgebiete-von-microblogging-in-unternehmen-teil-1-von-4/2009/) geschrieben.

    Mein dort aufgeführten Anwendungsbeispiele sind sicherlich nicht vollzählig. Wer kennt noch mehr?

    Kommentar von Markus Möller - 19. März 2009 um 16:52

  4. Ich verfolge gerade den Twitter des Online-Shops http://www.casa-mina.de unter http://twitter.com/CasaMinaOnline
    Ich bin gespannt wie sich das Twittern auswirkt und entwickelen wird, da in Deutschland nur wenige Online-Shops bei Twitter vertreten sind.

    Kommentar von Tim Rombach - 19. März 2009 um 16:52

  5. hallo!

    Ich kann mir vorstellen, das dieses Kommentar jetzt nicht an der richtigen Stelle ist, jedoch glaube ich, hier Fachleute befragen zu können.
    Kann mir bitte jemand sagen, ob es einen extra Firmenaccount gibt mit speziellen Features oder ob eine Firma genauso mit einem normalen Account angemeldet wird.?

    Kommentar von Jakob - 19. März 2009 um 16:52

  6. Hallo Jakob,

    meines Wissens nach gibt es nur eine Art von Account.

    Viele Grüße
    Melanie Schyja

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 19. März 2009 um 16:52

  7. Servus.

    Was mir irgendwie fehlt, ist die Betrachtungsweise, dass Twitter zum CRM zählt. Genauso wie es Blogs auch tun, auch wenn es die wenigstens Unternehmen bis heute wirklich begriffen haben. Aber das ist ein anderes Thema.
    Und wer 1-3 fitte Mitarbeiter hat, sollte auch Twitter zur Kundenbindung einsetzen können. Es ist dafür durchaus sehr mächtig, weil es flexibel ist. Und ich als Kunde/Aussenstehender direkten Draht ins Unternehmen habe. Auf eine Kommunikation die ich als Kunde gewählt habe. Was mir ein besser Gefühl gibt.

    Es ist halt auch immer die Frage, in welchen Dimensionen sich alles abspielt. Es ist ein Unterschied, ob ich ein KMU oder die Bahn bin. Ich denke, einem KMU kann es durchaus einen Vorsprung gegen über dem Wettbewerb bringen.

    Welches Wort mir aber gänzlich in diesem Artikel gefehlt hat, und das ist wohl auch der Grund, was den meisten Unternehmen das Genick brechen wird: Authentizität.
    Twitter ist genauso vielseitig einsetzbar wie Blogs es sind. Nur näher, je nachdem wie man es einsetzt.

    Genug Philosophie 🙂

    just my 2 cents,
    twitter.com/derwebworker

    Kommentar von der Webworker - 19. März 2009 um 16:52

  8. Hallo Webworker,

    erstmal vielen Dank für den schönen Kommentar!

    Deine Kritik ist durchaus berechtigt. Ich habe noch einige Twitter-Beiträge in der Warteschleife und gehe beim nächsten Mal intensiver darauf ein, wie wichtig der menschliche Aspekt hinter dem Twitter-Account ist. Denn nur so kann man meiner Meinung nach richtig punkten. Die deutsche Bahn twittert zwar die Verspätungen, aber persönlich ist das nicht.

    Auch Dein Argument, dass gerade KMU deutliche Wettbewerbsvorteile durch einen gut gepflegten Twitter-Account erlangen können, kann ich nur befürworten! Gerade weil ich das genauso sehe, habe ich mich dazu entschieden in diesem Blog das Thema Twitter ausführlich zu behandeln.
    Übrigens: seit gestern twittert Euroweb auch: http://twitter.com/EurowebGroup
    Und wir sind für konstruktive (!!!) Kritik dankbar!

    So, und jetzt gucke ich mir mal Dein Twitter-Profil an 🙂

    Liebe Grüße
    Melanie

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 19. März 2009 um 16:52

  9. Nette Einführung in die Twitter-Thematik. Mir fehlt allerdings noch ein wenig Tiefgang. Mich würde interessieren, wie sich Twitter konkret in Unternehmen einsetzen lässt. Dazu habe ich vor einiger Zeit mal eine Blog-Reihe unter dem Titel „Einsatzgebiete von Microblogging in Unternehmen“ (http://conception-blog.com/einsatzgebiete-von-microblogging-in-unternehmen-teil-1-von-4/2009/) geschrieben.

    Mein dort aufgeführten Anwendungsbeispiele sind sicherlich nicht vollzählig. Wer kennt noch mehr?

    Kommentar von Markus Möller - 19. März 2009 um 16:52

  10. Ich verfolge gerade den Twitter des Online-Shops http://www.casa-mina.de unter http://twitter.com/CasaMinaOnline
    Ich bin gespannt wie sich das Twittern auswirkt und entwickelen wird, da in Deutschland nur wenige Online-Shops bei Twitter vertreten sind.

    Kommentar von Tim Rombach - 19. März 2009 um 16:52

  11. hallo!

    Ich kann mir vorstellen, das dieses Kommentar jetzt nicht an der richtigen Stelle ist, jedoch glaube ich, hier Fachleute befragen zu können.
    Kann mir bitte jemand sagen, ob es einen extra Firmenaccount gibt mit speziellen Features oder ob eine Firma genauso mit einem normalen Account angemeldet wird.?

    Kommentar von Jakob - 19. März 2009 um 16:52

  12. Hallo Jakob,

    meines Wissens nach gibt es nur eine Art von Account.

    Viele Grüße
    Melanie Schyja

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 19. März 2009 um 16:52

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