Thema Blog – Teil V: Negativaspekte des Bloggens

02. September 2008

Heute möchten wir Ihnen im Euroweb-Blog etwas über das Machtpotential erzählen, das Blogger in ihren Händen halten und ausüben können. Wenn sich jemand positiv oder negativ über Produkte, Unternehmen, Prominente usw. äußert, dann handelt es sich dabei nicht zwangsläufig um die Meinung eines Einzelnen. Vielmehr kann sich das Ganze sehr schnell verselbstständigen und ungeahnte Dimensionen erreichen.

So manches Produkt, welches schon lange auf dem Markt umherdümpelte, erreichte auf einmal einen wahren Schub in Bezug auf seinen Bekanntheitsgrad. Aber diese Dynamik kann auch negative Folgen haben und das Image nachhaltig beschädigen. Das Risiko liegt darin, dass jeder unzensiert seine Meinung kundtun kann. Darüber hinaus kann er auch ungeprüft Behauptungen oder sogar Lügen ins World Wide Web setzen.

Nun möchte man meinen, es spielt keine so große Rolle, wenn jemand etwas Negatives über das eigene Unternehmen schreibt, denn Neider gibt es schließlich immer. Handelt es sich bei dem Jemand allerdings um einen bekannten Blogger, hat man ein Problem: Populäre Blogs stehen im Suchmaschinen-Ranking nicht nur auf den vordersten Plätzen, sie sind auch extrem langlebig. Davon kann auch Euroweb ein Lied singen. Während der Euroweb-Anfänge gab es einige Unstimmigkeiten mit Bloggern. Weil man es nicht besser wusste, wurden juristische Wege eingeleitet (Achtung: bitte nicht nachmachen!). Das sorgte widerum für einigen Wirbel in der Bloggerszene, der uns auch heute noch anhängt.

Durch solche Aktionen kann sich ein Unternehmen jahrelang in einer Rechtfertigungssituation befinden und das Image nachhaltig beschädigt werden. Häufig geht es Blogautoren darum, ihr Wertesystem als Allgemeingut zu deklarieren. Nur selten sind die Beweggründe wirtschaftlich motiviert. Doch genau das beinhaltet die Gefahr: je emotionaler ein Blogbeitrag verfasst ist, umso mehr Leser zieht er in seinen Bann. Und diese bloggen dann vielleicht über dasselbe Thema und so wird in kurzer Zeit eine Lawine an Negativ-Beiträgen über ein Unternehmen / eine Person / einen Sachverhalt ausgelöst.

Doch ist das Thema erstmal ins Rollen gekommen, kann es schnell passieren, dass sich auch die klassischen Medien dafür interessieren. Paradebeispiel ist hier ein deutsches Topmodel. Sogar das Handelsblatt befasste sich mit diesem Fall.

Wie verhält man sich also am besten in solch einer Situation?

Man sollte Blogger, die einem nicht wohlgesonnen sind, stets im Auge behalten (z. B. mittels RSS-Feed) und versuchen, Konflikte mit ihnen schnell zu lösen. Zieht das Thema bereits weitere Kreise, dann sollten Sie als Unternehmer auch Stellung nehmen. Bleiben Sie dabei stets höflich und neutral. Je nach Vorwurf sollten Sie versprechen, den Sachverhalt zu klären – und dies dann auch tun.

Haben Sie tatsächlich einen Fehler gemacht, geben Sie ihn bitte zu. Gegebenenfalls sollten Sie schnellstmöglich eine Pressekonferenz einberufen, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Versuchen Sie, einen persönlichen Kontakt zum Blogger herzustellen. In vielen Fällen wurde eine öffentliche Entschuldigung wohlwollend zur Kenntnis genommen. Sie sollten Ihre Statements immer auch im entsprechenden Blog abgeben. Denn nicht nur dieser eine Blogger liest Ihre Antwort, sondern alle Blogger, die sich für dieses Thema interessieren.

Wie kommt es, dass man so häufig negative Blog-Einträge über Unternehmen findet, aber so selten positive?

Dieses Phänomen liegt wohl in der Natur des Menschen begründet. Denn wenn die Menschen kritisieren, dann üben sie doch am liebsten negative Kritik aus. Und genau damit erreicht man auch die meisten Adressaten und entfacht die spannendsten Diskussionen.

Wir hoffen, diese kleine Blog-Einführung hat Ihnen geholfen, die Blogosphäre etwas besser zu verstehen.

Etwas Wichtiges fehlt in dieser Reihe? Dann (und auch sonst) freuen wir uns über Ihren Kommentar 🙂

Melanie Schyja

P.S. Freuen Sie sich auf einen spannenden Beitrag zum Thema „Google Streetview“ – bald hier im Euroweb-Blog!

Hier geht es zu den bisher erschienenen Artikeln dieser Serie:


Kommentare

  1. Zitat:

    Davon kann auch Euroweb ein Lied singen. Während der Euroweb-Anfänge gab es einige Unstimmigkeiten mit Bloggern. Weil man es nicht besser wusste, wurden juristische Wege eingeleitet (Achtung: bitte nicht nachmachen!). Das sorgte widerum für einigen Wirbel in der Bloggerszene, der uns auch heute noch anhängt. Durch solche Aktionen kann sich ein Unternehmen jahrelang in einer Rechtfertigungssituation befinden und das Image nachhaltig beschädigt werden.

    Da hat ja scheinbar jmd. richtig viel gelernt!

    Kommentar von The Don - 2. September 2008 um 17:26

  2. Ist das Satire?

    Kommentar von niels - 2. September 2008 um 17:26

  3. Da tun sich an allen Ecken und Enden Löcher auf. Einsturzgefahr… Gibt es irgend jemanden in ihrem Unternehmen der noch Verstand besitzt ? Von Moral wollen wir mal garnicht reden…

    Bei ihrer Unternehmenspolitik können sie noch froh sein das die Shitlawine nur virtuell ist, denn im realen Leben, wären ihre hochbezahlten Anwälte die ersten die flüchten würden. Vielleicht würde sie das jedoch mal wach rütteln -> Ronaldwer nicht hören kann muss fühlen.

    Der virtuelle Scheiterhaufen wird schon bestückt… have phun…

    Kommentar von Ronald - 2. September 2008 um 17:26

  4. Wow,
    selten so einen pseudo-seriösen Unsinn gelesen. Mir wurde bei jeder Zeile übler und übler.
    Vielen Dank, ich geh jetzt erstmal eine Runde oral ejakulieren.

    Ihr sollte es doch langsam wirklich mal gelernt haben.

    Kommentar von Derik - 2. September 2008 um 17:26

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