Social Networks und Communities in Deutschland

02. Juni 2008

Der Begriff „Social Networks“, oder auch „Social Networking“ ist derzeit in aller Munde. Auf gut Deutsch auch bekannt als „soziale Netzwerke“. Der bereits früher bekannte Begriff „Community“ wird häufig als Synonym verwendet. Nur – was ist das denn eigentlich? Die Begriffe „Web 2.0“ oder auch „Mitmach-Web“ fallen in Verbindung mit „Social Networks“ ebenfalls recht häufig. Wenn man mal genau hinsieht, sind die meisten Elemente eines „Social Networks“ auch bereits aus früheren Internetzeiten bekannt. Foren zum Beispiel gibt es bereits recht lange, Chatsysteme ebenfalls.

Was ist dann neu? Eigentlich nur die Herangehensweise. Die User eines „Social Networks“ legen zu Beginn ein mehr oder weniger detailliertes Benutzerprofil an, können andere User zu ihre „Freundesliste“ hinzufügen, Bildergalerien erstellen, Gästebucher einrichten, den häufig vorhandenen Chat verwenden, in themenspezifische Gruppen eintreten und dort in Foren diskutieren. Je nach Anbieter gibt es noch schier endlose weitere Anwendungen und Möglichkeiten. Sie sehen also, das treibende Elements eines „Social Networks“ sind die User und erst in zweiter Linie der Webseitenbetreiber. Ohne User kein funktionierendes „Social Network“. Die User tragen mit ihren Inhalten (Content) und Ideen zum Gedeihen eines „Social Networks“ bei. Daher auch der Begriff „Mitmach-Web“. Im Fachjargon werden die von den Usern geschaffenen Inhalte auch als „User generated Content“ bezeichnet. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die im deutschsprachigen am meisten verbreiteten „Social Networks“.

MySpace

Ursprünglich aus den USA stammend, hat MySpace seinen Siegeszug über die ganze Welt angetreten. Zielgruppe sind hier in erster Linie Schüler und Studenten, aber auch gerade unter Musikern und Künstlern ist MySpace verbreitet. Hauptgrund ist die freie Gestaltbarkeit der persönlichen Userseite.

Facebook

Logo Facebook In den USA bereits ein Renner, kommt Facebook in Deutschland eher langsam in Gang. Das dezentere Design im Vergleich zu MySpace zeigt es bereits – Zielgruppe sind hier eher Studenten. Durch unzählige kleine Gadgets und Applikationen kann man sich ein recht individuelles (und oft auch überladenes) Profil erstellen.

StudiVZ / SchülerVZ

Logo StudiVZLogo SchülerVZ Das „Social Network“ der Holtzbrinkgruppe war und ist ein großer Erfolg in Deutschland. Zielgruppe sind auch hier die Studenten, während der fast kaum unterscheidbare Nachfolger SchülerVZ sich – wie der Name bereits verrät – eher auf Schüler konzentriert. Wer Facebook kennt, dem wird der Aufbau und die Funktionalität von StudiVZ allerdings sehr bekannt vorkommen.

Die Lokalisten

Logo Lokalisten Ein „Social Network“ aus dem deutschsprachigen Raum, haben die Lokalisten ihre höchste Verbreitung im süddeutschen Raum hat – vor allem im Bereich München und Augsburg.

Wer-kennt-wen

Logo Wer-kennt-wen 2006 wurde dieses „Social Network“ von zwei Studenten gegründet und gehört heute zu der Spitze der „Social Networks“ im deutschsprachigen Bereich. Im Gegensatz zu den meisten anderen „Social Networks“ liegt hier der Fokus nicht auf einer bestimmten Zielgruppe, die Benutzung ist jedem ab 14 Jahren freigestellt.

Xing

Logo Xing Usprünglich als „OpenBC“ gestartet, hat sich diese Business-Community vor allem in Deutschland, aber mittlerweile auch einigen anderen Ländern durchgesetzt. Im Vergleich zu den bisher hier vorgestellten Communities liegt hier ganz klar der Fokus auf Business-Kontakten.

Es gibt noch zahlreiche weitere „Social Networks“ und Communities, auch im deutschsprachigen Bereich, die sich teilweise auch ganz konkret nur an bestimmte Zielgruppen richten. International gibt es natürlich noch viel mehr „Social Networks“, die im deutschsprachigen Bereich eher unbekannt sind.

Neben den beiden Riesen Myspace und Facebook kommen vor allem noch Bebo (in englischsprachigen Ländern bis auf die USA), Friendster (englischsprachiger Bereich und Asien) sowie LinkedIn (Business-Netzwerk im englischsprachigen Bereich) hinzu.

Roland Latzel