So sieht die Suche der Zukunft aus

20. Januar 2016

Wie werden wir in Zukunft im Internet suchen? Diese Frage stellen sich nicht nur User und Webseitenbetreiber, sondern selbstverständlich auch der Suchmaschinengigant Google. Anlässlich der Futurapolis-Konferenz in Toulouse im vergangenen Jahr gab Behshad Behzadi, Chef für Suchinnovationen bei Google in Zürich, einen Ausblick auf die Suche der Zukunft.

Im Mittelpunkt der Arbeit von Google steht auch in Zukunft weiterhin der Suchende. Ziel ist es, die Suche immer besser an die Bedürfnisse der User anzupassen. So möchte man dem User in den Suchergebnissen genau die Inhalte anbieten, die seine Suchanfrage bestmöglich beantworten – und zwar so schnell und so einfach wie möglich. In den kommenden Jahren soll es deshalb vor allem darum gehen, aus der Suchmaschine Google einen persönlichen Assistenten für Suchanfragen verschiedenster Art zu machen. Laut dem Google-Experten werden dabei diese vier Hauptaspekte die Suche bestimmen: Sprache, Kontext, Standort und persönliche Informationen. Diese vier Aspekte möchten wir Ihnen im Folgenden etwas näher erläutern.

1. Sprachbasierte Suche auf mobilen Endgeräten

Da der Großteil der Suchanfragen mittlerweile von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets aus gestellt wird – und nicht mehr über Desktop-PCs – muss die Google-Suche an die kleinen Geräte angepasst werden. Aufgrund der kleineren Displays empfinden viele User die Texteingabe über Smartphone und Co. als anstrengend. Deutlich einfacher und schneller gestaltet sich die Suche per Sprachbefehl. Bereits in den vergangenen Jahren hat Google in der sprachbasierten Suche große Fortschritte gemacht. Laut Google ist die Fehlerquelle bei gesprochenen Anfragen von 25 Prozent auf mittlerweile nur noch 6 Prozent gesunken. Auch in Zukunft wird es eines der wichtigsten Ziele von Google sein, die Spracheingabe für mobile Geräte weiter zu optimieren und an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen.

2. Kontextbasierte Suche: Was interessiert den User?

Künftig möchte Google den Kontext hinter den Suchanfragen besser verstehen und die Vorlieben des Suchenden kennenlernen. Dadurch soll bei den Suchergebnissen das angezeigt werden, was der Nutzer wirklich wissen will. Hierfür sollen beispielsweise mehrere Suchanfragen miteinander in Zusammenhang gebracht werden. Sucht ein und derselbe User beispielsweise öfter nach Lokalitäten in einer bestimmten Stadt, so wird ihm Google bei der Suche nach einem Restaurant aufgrund seiner früheren Suchanfragen vorzugsweise Vorschläge aus dieser Stadt anzeigen.

3. Standortbasierte Suche weiter auf dem Vormarsch

Insbesondere im mobilen Bereich wird die standortbasierte Suche zukünftig noch wichtiger und soll zudem proaktiv gestaltet werden. So möchte Google den Nutzer mit Hilfe der Standortermittlung auf interessante Dinge in seiner näheren Umgebung aufmerksam machen. Außerdem soll es möglich sein, dass Google Dinge aus der näheren Umgebung „erkennt“. Steht man beispielsweise vor einem Gebäude oder einem Denkmal, dann soll Google sagen können, was das für ein Gebäude oder Denkmal ist und auch weitere interessante Daten und Fakten rund um das jeweilige Objekt liefern.

4. Personalisierte Suche mit gesammelten Nutzerdaten

Um in Zukunft die Suchergebnisse noch besser auf den einzelnen User und seine Bedürfnisse zuschneiden zu können, möchte Google Suchdaten und persönliche Nutzerdaten sammeln. Zu diesen Daten sollen beispielsweise das Nutzerverhalten, aber auch Vorlieben und Interessen zählen. So möchte Google den Nutzer besser kennenlernen und ihm immer mehr Anfragen abnehmen sowie Erinnerungen und Vorschläge unterbreiten.
Fazit:
Bei der Suche der Zukunft liegt der Fokus ganz klar auf der Spracheingabe und der Suche über mobile Endgeräte. Zudem spielt die Sammlung von Daten eine entscheidende Rolle, um dem User möglichst personalisierte Suchergebnisse präsentieren zu können. Welche Auswirkungen diese neuen Suchtrends auf die Suchmaschinenoptimierung haben werden, bleibt vorerst abzuwarten.


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