Schritt für Schritt zum perfekten Bewerbungsschreiben

09. Mai 2019

Die besten Tipps für dein zielführendes Anschreiben

Das Bewerbungsschreiben bereitet Bewerbern meist das größte Kopfzerbrechen. Wahrscheinlich auch dir? Im Gegensatz zum Lebenslauf, der nur Fakten transportiert, geht es hier darum, ein individuelles und überzeugendes Porträt deiner Fähigkeiten zu zeichnen. Das Anschreiben spiegelt deine Motivation wieder und stellt einen Bezug zu deinem vielleicht künftigen Arbeitgeber her.

Mit einem treffend formulierten und professionell geschriebenen Bewerbungsanschreiben hebst du dich von der Masse der Bewerber ab. In der Regel ist das Anschreiben das erste, was der Personalverantwortliche von deiner Bewerbung sieht. Hier musst du schnell überzeugen, denn die meisten Personaler entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie sich deine Bewerbung detaillierter anschauen möchten. Insbesondere die perfekte Kombination aus Bewerbungsschreiben und Lebenslauf erhöht die Chancen, dass du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.

Wie baue ich mein Bewerbungsschreiben auf?

Kopfbereich:

Der Kopfteil deiner Bewerbung beinhaltet einen vollständiger Briefkopf. Neben deinen Kontaktdaten (Name, Absenderadresse, Telefonnummer, Handynummer und E-Mail-Adresse) dürfen hier auch die Empfängeradresse (Firma, Vor- und Zuname des Adressaten sowie Adresse) und das aktuelle Datum nicht fehlen. Wichtig ist außerdem, dass der Betreff einen konkreten Bezug zur Stellenanzeige nimmt – wie zum Beispiel „Bewerbung für die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print“. Adressiere die Bewerbung unbedingt an den in der Anzeige genannten Ansprechpartner oder recherchiere, wer der richtige Adressat ist. Nur im äußersten Notfall solltest du „Sehr geehrte Damen und Herren“ schreiben.

Textteil:

Ganz entscheidend für den Textteil sind der Einstieg und die Einleitung. Langweilige Floskeln solltest du hier unbedingt vermeiden. Mache den Leser neugierig und motiviere ihn zum Weiterlesen. Der Hauptteil bietet dir dann die Möglichkeit, um genauer auf deine Erfahrungen, Kenntnisse und Stärken einzugehen. Idealerweise beantwortest du hier die vier folgenden W-Fragen:

  • Wer bist du?
  • Was kannst du?
  • Was interessiert dich an der Stelle und dem Unternehmen?
  • Was hat das Unternehmen davon, wenn es dich einstellt?

Zeige, was du kannst! Aber stelle nicht nur Behauptungen auf, sondern belege deine Stärken und Soft Skills auch mit Beispielen. Achte außerdem unbedingt darauf, dass du immer einen Bezug zur Stelle und den genannten Anforderungen knüpfst.

Schlussteil:

An das Ende deines Anschreibens gehört ein Satz wie „Ich freue mich auf über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“ Wichtig: Vermeide hier unbedingt den Konjunktiv und schreibe nicht: „Ich würde mich sehr über eine Einladung freuen.“ Falls in der Stellenanzeige danach gefragt wird, solltest du zuvor noch deinen möglichen Eintrittstermin und deine Gehaltsvorstellungen nennen. Den Abschluss bilden eine Grußformel und deine Unterschrift.

Wie lang darf das Bewerbungsschreiben sein?

Der Umfang deines Bewerbungsschreibens sollte eine Seite nicht übersteigen – ganz egal, für welchen Job du dich bewirbst. Mehr als eine Seite möchte kein Personalverantwortlicher lesen!

Denke immer daran, dass das Anschreiben kein Roman ist. Komme schnell auf den Punkt und konzentriere dich auf das Wesentliche. Dein Bewerbungsschreiben soll schließlich nicht das komplette Bewerbungsgespräch vorwegnehmen. Es gilt: Weniger ist mehr!

Tipp: Sind Bewerbungsschreiben überhaupt noch zeitgemäß?

Vielleicht hast du auch schon davon gehört, dass immer mehr Unternehmen auf Bewerbungsanschreiben verzichten. Insbesondere bei Stellenanzeigen, auf die sich nur wenige Bewerber melden, wird dadurch versucht, die Hürden zu senken und mehr Bewerbungen zu erhalten.

Doch wenn du die Wahl hast, solltest du dich immer für das Anschreiben entscheiden. In der Tat bietet es enorme Chancen für Bewerber. Du bist Berufsanfänger oder Quereinsteiger? Dann ist das Bewerbungsschreiben der ideale Ort, um deine fehlende Berufserfahrung durch deine Persönlichkeit, deine Motivation und deine Stärken auszugleichen. Gerade weil sich viele Bewerber beim Anschreiben nicht so viel Mühe geben, kannst du dich hier von der Masse abheben und einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Nicht selten gibt dein Bewerbungsschreiben dann auch den Ausschlag, dass du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.

10 typische Fehler, die du in deinem Bewerbungsschreiben unbedingt vermeiden solltest

1. Fehler bei Empfängeradresse oder Kontaktdaten

Insbesondere bei Online-Bewerbungen ist es ein beliebter Fehler, dass Bewerber vergessen, den Briefkopf zu aktualisieren. Ziemlich peinlich, wenn hier plötzlich ein falscher Unternehmensname steht. Prüfe also besser doppelt, ob alle Daten stimmen und sich auch keine Tippfehler eingeschlichen haben. Aber auch bei deinen eigenen Kontaktdaten solltest du Sorgfalt walten lassen. Schließlich wäre es ziemlich schlecht, wenn dich das Unternehmen zu einem Vorstellungsgespräch einladen möchte, dich aber wegen eines Zahlendrehers in deiner Telefonnummer nicht erreichen kann.

2. Sehr geehrte Damen und Herren als Anrede

Eine unpersönliche Anrede zeugt nicht nur von einer Massenbewerbung, sondern auch von deiner Faulheit. Schließlich hast du dir nicht einmal die Mühe gemacht, den richtigen Ansprechpartner herauszufinden. Unverzeihlich ist es aber natürlich auch, wenn du den Namen des Ansprechpartners falsch schreibst. Dann hat der Personalverantwortliche sofort einen schlechten Eindruck von dir. Achte unbedingt auch darauf, dass du die richtige Ansprache wählst – also ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Bei Vornamen, bei denen du dir nicht ganz sicher bist, lieber doppelt prüfen!

3. Veraltetes Datum

Auch das Datum ist ein wichtiges Detail, dem du vor dem Absenden noch mal deine Aufmerksamkeit schenken solltest. Nenne hier immer das Datum, an dem du deine Unterlagen tatsächlich verschickt hast – und nicht etwas das Datum, an dem du begonnen hast, deine Bewerbung zu schreiben.

4. Rechtschreib- und Grammatikfehler

Rechtschreib- und Grammatikfehler erwecken einen unprofessionellen Eindruck und sollten unbedingt vermieden werden. Idealerweise suchst du jemanden, der deine Bewerbung noch einmal komplett Korrektur liest. Oftmals sieht man Tippfehler selbst nicht.

5. Umgangssprachliche Formulierungen

Umgangssprachliche Ausdrücke und Superlative solltest du in deinem Bewerbungsschreiben nicht verwenden – schließlich möchtest du professionell und glaubwürdig wirken. Darüber hinaus haben auch Passiv-Formulierungen oder lange Schachtelsätze in deinem Anschreiben nichts zu suchen. Schreibe persönlich und leicht verständlich!

6. Du verwendest Floskeln

„Hiermit bewerbe ich mich für …“ – diesen Standardanfangssatz mussten die meisten Personalverantwortlichen schon zu oft in ihrem Leben lesen. Kein Wunder also, dass dein Adressat bei Floskeln dieser Art sofort abschaltet. So weckst du garantiert kein Interesse!

7. Zu viele Dateien im Anhang

Du verschickst deine Online-Bewerbung mit fünf verschiedenen Anhängen? Keine gute Idee! So erreichst du nur, dass der Personaler schon genervt ist, bevor er überhaupt deine Bewerbung lesen kann. Mach ihm das Leben einfach und fasse alle Anhänge in einem PDF-Dokument in der richtigen Reihenfolge zusammen.

8. 1:1-Wiedergabe des Lebenslaufs

Niemand möchte die gleiche Geschichte zweimal hören. Also achte darauf, dass du in deinem Anschreiben nicht einfach nur deinen tabellarischen Lebenslauf in anderen Worten wiedergibst. Das bringt dem Leser keinen Mehrwert! Sammele hier besser zusätzliche Argumente, warum du die beste Wahl für den Job bist.

9. Copy-Paste-Anschreiben

Du verschickst immer die gleichen Bewerbungen? Keine gute Idee! Eine solche Bewerbung ist zwangsläufig oberflächlich, da du nicht auf das jeweilige Unternehmen und die speziellen Anforderungen der Stelle eingehen kannst.

10. Den Leser umblättern lassen

Dir fallen so viele Gründe ein, warum du die beste Wahl für den Job bist, dass dein Bewerbungsanschreiben nicht mehr auf eine Seite passt? Dann solltest du unbedingt noch mal den Rotstift ansetzen und dein Anschreiben kürzen. Bedenke, dass der Personalverantwortliche nur wenig Zeit hat, um sich mit deiner Bewerbung auseinanderzusetzen.

Mit unseren Tipps bist du bestens gerüstet – wir wünschen dir viel Erfolg beim Verfassen deines Bewerbungsschreibens!

Tipp: Du möchtest dich bei uns bewerben? Dann lies dir auch unsere FAQ rund um die Bewerbung bei Euroweb durch. Wir präsentieren dir Antworten auf die sieben häufigsten Fragen unserer Bewerber.


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