Safer Newslettering – Checkliste IV

29. Oktober 2008

Bevor Sie Ihre E-Mail-Marketing-Kampagne starten, sollten Sie überprüfen, ob auch alles korrekt ist. Denn formale Fehler können darüber entscheiden, ob Ihr Newsletter beachtet oder ungelesen in den Spam-Ordner verschoben wird. Wie Sie das Risiko minimieren, erfahren Sie heute im Euroweb Blog. Außerdem haben wir eine Checkliste für Sie zusammengestellt. Damit sollte nichts mehr schief gehen…

Was ist vor dem Newsletter-Versand zu beachten?

Häufig wird die persönliche Ansprache im Newsletter als zwingend notwendig gepredigt. Und natürlich ist es schön, wenn man mit seinem Namen angesprochen wird. Ist der Name aber falsch geschrieben (was bei meinem Namen eher Regel als Ausnahme ist), dann ärgert man sich schon ein bißchen. Aber wenn Frau Meier fälschlicherweise als Herr Müller angesprochen wird, dann ist das richtig peinlich! In einem solchen Fall wäre eine allgemeine Anrede sicher sinnvoller… Nicht vergessen werden darf allerdings, dass E-Mail-Marketing Direktmarketing, wenn man es ganz genau nimmt, persönliches Marketing ist. Also schreiben Sie bitte nicht: „Liebe Newsletter-Abonnenten“. Alternativen könnten je nach Branche sein: „Liebe Feinschmecker / Autoliebhaber / Bastelfreunde / Computerfreaks / Hobbygärtner / usw.“

Achten Sie darauf, dass Ihre Betreffzeile nicht zu lang ist

Denn in diesem Fall wird sie vom E-Mail-Programm der Empfänger automatisch gekürzt. Stellen Sie deshalb die wichtigsten Informationen nach links.

Euroweb-Tipps: Wenn Sie überprüfen wollen, wie Ihre Betreffzeile bei den Empfängern dargestellt wird, so empfiehlt sich die Toolbox von Emarsys. Dort können Sie Ihre Betreffzeile eingeben und erhalten umgehend und kostenlos einen Überblick, wie Ihre Betreffzeile in den gängigen E-Mail-Programmen dargestellt wird. Versenden Sie die E-Mail an mehrere Empfänger als Blind-Copy (Bcc), kann es sein, dass die Mail in den Spam-Ordner verschoben wird.

Vermeiden Sie Begriffe wie Viagra, Sex, Geld-verdienen. Außerdem Dollarzeichen oder eine Aneinanderreihung von Sonderzeichen. Auch ausschließlich in Druckbuchstaben geschriebene Betreffzeilen mögen E-Mail-Programme nicht gerne. Sie durchsuchen E-Mails auf solche Details und verbannen sie direkt in den Spam-Ordner. Fragen Sie in jedem Newsletter nach, ob der Weiterbezug erwünscht ist und bieten Sie eine Abmeldefunktion an.

Ein Impressum ist Pflicht!

Viele Newsletter-Versender machen es sich leicht und setzen lediglich einen Link auf das Impressum der Website. Aber Achtung: das ist nicht gesetzeskonform! Der Zugriff auf das Impressum der Website ist an einen Online-Zugang gekoppelt. Nicht jeder E-Mail-Empfänger hat aber gleichzeitig auch einen Internetzugang und kann daher das Impressum nicht aufrufen.

Was gehört in ein Impressum?

Neben Name und Anschrift gehören zwingend alle Angaben für eine schnelle Kontaktaufnahme in das Impressum. Dazu zählt auch die E-Mail-Adresse. Das heißt, dass der Versender des Newsletters auf dem Postweg, per E-Mail und auch telefonisch erreichbar sein muss. Diese Angaben müssen schnell auffindbar sein. Außerdem gehören auch die Handelsregister- und die Umsatzsteueridentifikationsnummer zu den Pflichtangaben.

Euroweb-Checkliste vor dem Versand

  1. Wurden die An- und Abmeldungen seit der letzten Newsletter-Ausgabe berücksichtigt?
  2. Stimmen die fortlaufende Nummer des Newsletters und das Datum?
  3. Ist das Impressum noch korrekt?
  4. Ist die Betreffzeile in Länge und Inhalt überzeugend?
  5. Sind alle Texte verständlich und grammatikalisch fehlerfrei?
  6. Stimmen die Inhalte der Plain-Text- und der HTML-Version überein?
  7. Funktionieren alle Links im Newsletter? Auch der Abmelde- und Weitersende-Button?
  8. Wurde der Newsletter ausreichend getestet, z. B. durch Probeversand?
  9. Wirkt der Text auch ausgedruckt in Text und Gestaltung professionell?

Wenn Sie diese Hürden beachten und durch interessante Inhalte bestechen, sollte dem Erfolg Ihrer E-Mail-Marketing-Kampagne nichts mehr im Wege stehen.

Bevor wir darauf eingehen, was interessanten Content (= Inhalt) ausmacht, erfahren Sie beim nächsten Mal, wie Sie auf legalem Wege neue E-Mail-Adressen generieren können, um Ihren Verteiler auszubauen. Denn so viel vorab: mit gekauften E-Mail-Adressen werden Sie auf lange Sicht weder glücklich noch erfolgreich!

Übrigens: Wenn Sie noch intensiver in das Thema eintauchen wollen, empfehle ich Ihnen das Buch „Online Relations. Leitfaden für moderne PR im Netz“ von Dominik Ruisinger. Es enthält zahlreiche Beiträge zum Thema E-Mail-Marketing. Viele Dinge wiederholen sich natürlich auch in der Literatur, doch in diesem Buch habe ich  einiges Neues erfahren. Unter anderem den Tipp mit der Toolbox von Emarsys. 🙂

Ich freue mich, wenn Sie bald wieder im Euroweb Blog vorbeischauen!

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