Online-Texten I – mit dem Inhalt fängt es an!

05. Mai 2009

Wenn man im Internet unterwegs ist, stellt man immer wieder fest: Gutes Webdesign bringt gar nichts, wenn kein Content – also Inhalt – vorhanden ist (Falls es jemand noch nicht wusste: Suchmaschinen lieben Content). Auch nett: wenn die Inhalte so schlecht aufbereitet sind, dass sie den Besucher im wahrsten Sinne des Wortes verjagen. Was gilt es also zu beachten, wenn man online-gerechte Texte verfassen will – egal ob für Blogs, Websites oder als Online-Artikel in einem Fachforum?

Der Wurm muss dem Fisch schmecken – nicht dem Angler! Ein altbekanntes Sprichwort und doch so wenig beachtet! Wer eine junge Zielgruppe ansprechen möchte, sollte sowohl das Webdesign als auch die Inhalte den Ansprüchen der Jüngeren anpassen. Vor dem Texten sollten Sie sich daher folgende Fragen stellen:

  • Wer sind meine Kunden?
  • Welche Wünsche / Bedürfnisse haben Sie?
  • Welche Prioritäten setzt die Zielgruppe? z.B. lange Öffnungszeiten, schnelle Reaktionszeiten, kostenlose Hotline,…

„Herzlich Willkommen bei Unternehmen XY“ ist höflich – aber sowas von langweilig! Sprechen Sie Ihre Zielgruppe direkt an! Sie betreiben einen Reiterhof? Dann begrüßen Sie doch Ihre Websitebesucher mit „Hallo Pferdefreunde“. Mit einer pfiffigen Anrede können Sie den Besucher Ihrer Website direkt an die Hand nehmen und zum Thema führen.

Nutzen Sie das Wissen über Ihre Kunden,

um die Texte richtig zu strukturieren und sie leichter lesbar zu machen. Ihre Zielgruppe sind Skater bis maximal 25 Jahre? Dann sollten sowohl das Webdesign als auch die Texte dynamisch-jung sein. Der Nutzen des Produktes bzw. der Dienstleistung sollte ganz klar hervorgehoben werden. Aber vermeiden Sie Superlative. Diese schrecken Leser schnell ab. Selbiges gilt für Fachwörter. Wenn Sie Fachwörter verwenden, sollten Sie die Bedeutung kurz erläutern oder Sie legen ein Glossar an. Wenn Ihre Zielgruppe mit den Fachbegriffen vertraut ist, können Sie diese natürlich problemlos verwenden.

Vermeiden Sie Standard-Floskeln

– überzeugen Sie mit Individualität! Wie oft haben Sie das schon gelesen: „Bei uns ist der Kunde König“? Sehen Sie!  Und wenn der Kunde bei Ihnen wirklich König ist, dann schreiben Sie dazu, warum!

Betonen Sie Ihren Mehrwert

Was bekommt der Kunde bei Ihnen, was die Konkurrenz nicht bietet? Richten Sie Ihre Texte dementsprechend aus!

Keywords

Als Keywords bezeichnet man Begriffe, mit denen (potentielle) Kunden nach Ihnen suchen könnten. Wählen Sie einige auf Ihr Unternehmen, Ihre Produkte zutreffende Keywords aus und verarbeiten Sie diese in Ihren Texten. Im Optimalfall verwenden Sie für jede Seite andere Keywords.

Ein kleiner Tipp: manchmal hilft es auch sich zu überlegen, mit welchen Keywords nach der Konkurrenz gesucht wird und die Texte dementsprechend zu verfassen. Beim nächsten Mal erfahren Sie, wie der formale Aufbau von Online-Texten aussehen sollte.

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Kommentare

Hallo Webdude,

das hat nicht alles in den ersten Teil gepasst – weil Leser bevorzugen im Netz ja kurze Texte *zwinka*

Vielen Dank an die schönen Kommentare bisher!

Viele Grüße
Melanie

Mars sagt:

Ein weiterer Spagat, neben der Nutzung von Keywords, ist es bei einigen Zielgruppen (z.B. bei den max. 25jährigen Skatern), eine glaubwürdige Sprache zu finden. Nichts schreckt so eine Zielgruppe mehr ab, als ein alternder Texter, der verzweifelt versucht jung zu klingen.

Ja, das ist wohl war! Und manchmal sträuben sich da mir – als Germanistin – wahrlich die Nackenhaare. Aber wenn Google es liebt und es zudem Arbeitsplätze sichert 😉

Gute, zielgruppenorientierte Texte zu schreiben die, sowohl den menschlichen Leser als auch Suchmaschinen ansprechen, das ist eine Kunst und eben auch der alltägliche Spagat zwischen lesbaren Texten und Keyworddichte. Selbst auf seriösen Websites kann man heutzutage oft den SEO aus dem Off zwischen den Zeilen erkennen.
G. sei dank.

Webdude sagt:

Ich vermisse hier noch die Erinnerung an den Unterschied zwischen Printtexten und Onlinetexten. Es gibt viele Firmen, die Ihre Texten von den Offline Medien 1zu1 in das Internet übernehmen. Anscheinend wissen diese Unternehmen nicht, dass die Leute im Internet eher kurze Texte lesen. In diesem Fall ist weniger mehr. Da zeigen sich dann die wirklich guten Texter, denn diese können aus einem „Offline“ Text auch einen Online Text gestalten.

Was das Beispiel mit den Skatern angeht: Einfach mal rausgehen und der Jugend beim Reden zuhören! Dann kriegt man oft schon den Slang mit, mit dem sich die Leute unterhalten. Oder man besucht einen Skaterladen in der Nähe.

Bin dann mal weiter am Texten.

Grüße, Webdude

Richtig! Und ich fürchte, da ist auch mancher Texter überfordert. In solchen Fällen ist es vielleicht gar nicht schlecht, einfach mal um Hilfe der Zielgruppe zu bitten oder sich in themenspezifischen Seiten den „Jargon“ anzulesen.

Grüße,
Melanie

Hallo Webdude,

das hat nicht alles in den ersten Teil gepasst – weil Leser bevorzugen im Netz ja kurze Texte *zwinka*

Vielen Dank an die schönen Kommentare bisher!

Viele Grüße
Melanie

Mars sagt:

Ein weiterer Spagat, neben der Nutzung von Keywords, ist es bei einigen Zielgruppen (z.B. bei den max. 25jährigen Skatern), eine glaubwürdige Sprache zu finden. Nichts schreckt so eine Zielgruppe mehr ab, als ein alternder Texter, der verzweifelt versucht jung zu klingen.

Ja, das ist wohl war! Und manchmal sträuben sich da mir – als Germanistin – wahrlich die Nackenhaare. Aber wenn Google es liebt und es zudem Arbeitsplätze sichert 😉

Gute, zielgruppenorientierte Texte zu schreiben die, sowohl den menschlichen Leser als auch Suchmaschinen ansprechen, das ist eine Kunst und eben auch der alltägliche Spagat zwischen lesbaren Texten und Keyworddichte. Selbst auf seriösen Websites kann man heutzutage oft den SEO aus dem Off zwischen den Zeilen erkennen.
G. sei dank.

Webdude sagt:

Ich vermisse hier noch die Erinnerung an den Unterschied zwischen Printtexten und Onlinetexten. Es gibt viele Firmen, die Ihre Texten von den Offline Medien 1zu1 in das Internet übernehmen. Anscheinend wissen diese Unternehmen nicht, dass die Leute im Internet eher kurze Texte lesen. In diesem Fall ist weniger mehr. Da zeigen sich dann die wirklich guten Texter, denn diese können aus einem „Offline“ Text auch einen Online Text gestalten.

Was das Beispiel mit den Skatern angeht: Einfach mal rausgehen und der Jugend beim Reden zuhören! Dann kriegt man oft schon den Slang mit, mit dem sich die Leute unterhalten. Oder man besucht einen Skaterladen in der Nähe.

Bin dann mal weiter am Texten.

Grüße, Webdude

Richtig! Und ich fürchte, da ist auch mancher Texter überfordert. In solchen Fällen ist es vielleicht gar nicht schlecht, einfach mal um Hilfe der Zielgruppe zu bitten oder sich in themenspezifischen Seiten den „Jargon“ anzulesen.

Grüße,
Melanie