Online-Shopping wird sozial

10. August 2010

E-Commerce entwickelt sich immer mehr zu Social Commerce. Das zeigt der enorme Erfolg von Amazon und eBay. Beide Unternehmen integrierten erstmals neben einem Bewertungs- auch ein Empfehlungssystem. So können Nutzer Einfluss auf Kaufentscheidungen anderer Interessenten nehmen. Die klassische Trennung zwischen Händler und Kunden wird damit aufgehoben. Aktive Teilnahme des Kunden, die Vernetzung der angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie der Teilnehmer untereinander. Das sind die entscheidenden Faktoren für die Weiterentwicklung des E-Commerce.

Online-Shops müssen sich zudem immer stärker mit Social Media auseinandersetzen. Laut dem aktuellen ECC-Shopmonitor hängt der Gesamteindruck eines Online-Shops mittlerweile wesentlich davon ab, wie in Foren und sozialen Netzwerken über diesen berichtet wird. Bevor Nutzer heutzutage eine Kaufentscheidung treffen, informieren sie sich bei Social Media Angeboten. Sei es über Produkte und Serviceleistungen von Unternehmen, Marken oder Online-Shops. Produktbewertungen von Kunden werden für Betreiber von Online-Shops also immer wichtiger. Das beweist auch eine Befragung im Rahmen der eResult Omnibus Befragung im Mai 2010 zum Thema Social Commerce. Fast 90 Prozent der insgesamt 600 Befragten haben in den letzten sechs Monaten eine Kundenbewertung gelesen, ca. 30 Prozent gar selbst eine verfasst. Fanpages von Online-Shops bei Facebook besuchen vor allem die unter 30-jährigen. Gezeigt hat die Studie, dass Kundenbewertungen vor allem auf Nutzer wesentlichen Einfluss besitzen, die häufiger online einkaufen.

Anbieter wie www.bazaarvoice.com bieten Ihnen nun die Möglichkeit, Kundenfeedback in Ihrem Online-Shop zu integrieren. Dies kann die Besucherzahlen und die Käuferzufriedenheit steigern. Mehr Vertrauen bedeutet in vielen Fällen vor allem Eins: Mehr Umsatz. Zumal die Kunden-Wiedergewinnung deutlich kostengünstiger ist als die Neukunden-Akquise. Außerdem unterstützt Sie das Feedback Ihrer Kunden bei der Optimierung Ihres Shops. Bewertungen erzeugen ferner Unique Content auf Ihrer Website, der natürlich SEO-Vorteile hat. Neben der Art der Erhebung ist vor allem die Einbindung der generierten Inhalte in den Shop wichtig. Bewährt hat sich bei der Befragung, nach der Versandmail einige Tage später einen Bewertungslink an die Kunden zu verschicken. Über diesen können Ihre Kunden dann neben dem Produkt, auch den Service Ihres Online-Shops bewerten. Wichtig für die verwendete Bewertungsabgabeseite ist, dass diese individuell auf Ihren Shop zugeschnitten ist. Erst detaillierte Angaben der Käufer ermöglichen eine verkaufsberatende und verkaufsfördernde Einbindung der Bewertungen in den eigenen Online-Shop. So können Kundenbewertungen die Usability und das Kaufinteresse steigern und die Rücksendequoten senken.

Seit kurzem können Sie auch die Fanpage Ihres Online-Shops bei Facebook um einen Online-Shop erweitern. Mithilfe des Tools Payvment können Sie Ihre Produkte kostenlos listen. Die Abwicklung übernimmt im Anschluss PayPal. Interessant ist dies vor allem, da 60 Prozent der Facebook-User von der Idee begeistert sind, Online-Shops direkt in Facebook zu integrieren. So können Sie Ihre Social-Media-Aktivitäten auf der Plattform gleich mit dem Verkauf von Produkten verbinden. Nachteil ist momentan noch der hohe Verwaltungsaufwand bei vielen Bestellungen. Der entsteht, da sich Payvment nicht direkt an ein Shopsystem oder die Warenwirtschaft anbinden lässt. Dieses Problem könnte ShopTab lösen, allerdings ist das Tool noch nicht ausreichend für deutsche Shopbetreiber angepasst.

Haben Sie bereits Kundenfeedback in Ihren Online-Shop integriert oder einen Facebook Online-Shop eingerichtet? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Viele Grüße,

André Nagel


Kommentare

  1. Für die direkte Verkaufsförderung sind die sozialen Kommunikationskanäle im Moment noch nicht geeignet. Wir haben aber super Erfahrungen bei der Kundenkommunikation und bei der Kommunikation mit den Multiplikatoren im Internet (Blogger, Forenbetreiber, Webmaster)gemacht. Ich bin mal auf den Facebook-Shop gespannt.

    Kommentar von Martin - 10. August 2010 um 6:56

  2. Hallo,

    wir nutzen den Oxid und sind gerade dabei, Facebook zu integrieren.
    Ich denke auch, das die Nutzung des Social Networks auf Dauer ein wichtiger Bestandtei für den Erfolg eines Onlineshops sein wird.

    Kommentar von Thorsten - 10. August 2010 um 6:56

  3. Hallo, ja Facebook wird immer wichtiger. Ich würde mich unbedingt noch mit dem Thema Rechtssciherheit befassen. Payvment ist für uns hier in Deutschland eine rechtliches Risiko. Keine Rechtstextintegration bis auf „Terms“. Also bitte andere Lösungen ansehen wie http://www.favouritesolutions.de oder shopsare. Wobei der erste der aus meiner Sicht mit Online Wawi passender ist.

    Kommentar von RüdigerW - 10. August 2010 um 6:56

  4. Ich denke, man kann bei Facebook viel mehr mit einzelnen Werbeanzeigen erreichen als mit der Fan-Seite an sich. Dabei sollte man darauf achten, dass jede einzelne Werbeanzeige auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten ist. Man sollte nicht versuchen jeden damit anzusprechen.

    Kommentar von Shoppo - 10. August 2010 um 6:56

  5. Für die direkte Verkaufsförderung sind die sozialen Kommunikationskanäle im Moment noch nicht geeignet. Wir haben aber super Erfahrungen bei der Kundenkommunikation und bei der Kommunikation mit den Multiplikatoren im Internet (Blogger, Forenbetreiber, Webmaster)gemacht. Ich bin mal auf den Facebook-Shop gespannt.

    Kommentar von Martin - 10. August 2010 um 6:56

  6. Hallo,

    wir nutzen den Oxid und sind gerade dabei, Facebook zu integrieren.
    Ich denke auch, das die Nutzung des Social Networks auf Dauer ein wichtiger Bestandtei für den Erfolg eines Onlineshops sein wird.

    Kommentar von Thorsten - 10. August 2010 um 6:56

  7. Hallo, ja Facebook wird immer wichtiger. Ich würde mich unbedingt noch mit dem Thema Rechtssciherheit befassen. Payvment ist für uns hier in Deutschland eine rechtliches Risiko. Keine Rechtstextintegration bis auf „Terms“. Also bitte andere Lösungen ansehen wie http://www.favouritesolutions.de oder shopsare. Wobei der erste der aus meiner Sicht mit Online Wawi passender ist.

    Kommentar von RüdigerW - 10. August 2010 um 6:56

  8. Ich denke, man kann bei Facebook viel mehr mit einzelnen Werbeanzeigen erreichen als mit der Fan-Seite an sich. Dabei sollte man darauf achten, dass jede einzelne Werbeanzeige auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten ist. Man sollte nicht versuchen jeden damit anzusprechen.

    Kommentar von Shoppo - 10. August 2010 um 6:56

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