Newsletter-Marketing I: Am Anfang steht das Konzept

22. November 2012

Jeder kennt sie, viele hassen sie – elektronische Unternehmens-Newsletter. Mal Hand aufs Herz: Wie viele Newsletter haben Sie heute schon ungelesen gelöscht oder gleich in den Spam-Ordner verschoben? Der schlechte Ruf des Newsletters resultiert vor allem daraus, dass viele Unternehmen diesen eben nicht nutzen, um die Abonnenten über Neuigkeiten zu informieren, sondern, um diese mit Werbung plumpester Art zu überschütten. Ein erfolgreicher Newsletter zeichnet sich aber vor allem dadurch aus, dass er einen Mehrwert für den Empfänger bietet. Wie es gelingt einen solchen erfolgreichen Newsletter zu konzipieren, darum geht es im ersten Teil dieser Serie rund ums Newsletter-Marketing.

Definieren Sie Zielsetzung und Zielgruppe(n) Ihres Newsletters

Am Anfang eines Unternehmens-Newsletters steht, wie bei jeder erfolgreichen Marketingmaßnahme, die Entwicklung eines Konzeptes. Dessen zentraler Bestandteil ist die Festlegung eines Zieles. Wollen Sie Produkte und Dienstleistungen verkaufen, Kunden reaktivieren, Kunden an sich binden, Ihre Bekanntheit steigern? All dies und mehr kann ein Newsletter leisten. Aber bitte, versuchen Sie nicht alles auf einmal! Legen Sie sich gerade zu Beginn möglichst auf ein klar definiertes Ziel fest. Das ermöglicht Ihnen später nicht nur die Erfolgskontrolle, sondern dient Ihnen auch als roter Faden, wenn es um die Inhalte Ihres Newsletters geht.

Ebenfalls muss geklärt werden, wie die anvisierte Zielgruppe aussieht. Richten Sie sich mit Ihren Produkten und Dienstleistungen vor allem an Unternehmen oder direkt an den Endverbraucher? Ist Ihre Zielgruppe überwiegend jung oder hat sie mehrheitlich ein bestimmtes Geschlecht? All diese Fragen haben entscheidenden Einfluss auf die Ansprache, die Tonalität und natürlich auf den im Newsletter gebotenen Inhalt. Haben Sie eine sehr heterogene Zielgruppe, kann auch darüber nachgedacht werden, mehrere Newsletter zu konzipieren. Das setzt natürlich voraus, dass Sie die demographischen Daten Ihrer Abonnenten kennen und lohnt sich aufgrund des Mehraufwandes auch erst ab einer gewissen Anzahl von Newsletter-Abonnenten.

Planen Sie Ihren Newsletter langfristig

Einer der größten Vorteile des Newsletter-Marketings ist, dass es sich um Permission-Marketing handelt, das heißt der Kunde hat sich in der Regel im Vorfeld ausdrücklich dafür entschieden, dass er Informationen von Ihnen zugesandt bekommen möchte. Verspielen Sie diesen Vertrauensvorschuss nicht gleich wieder, indem Sie Ihre Abonnenten mit Werbung verschrecken, sondern bieten Sie relevante und interessante Informationen, natürlich mit Blick auf Ihr gestecktes Ziel.

Um dies zu gewährleisten, sollte ein entsprechendes inhaltliches Konzept hinter Ihrem Newsletter stehen. Die zentralen Elemente dieses Konzeptes sind die Themenwahl und Themenplanung für Ihren Newsletter. Planen Sie langfristig. Fangen Sie nicht erst ein paar Tage vor dem Versand Ihres Newsletters an, sich Gedanken über Themen zu machen. Ihr Newsletter wirkt dann schnell konzeptlos und improvisiert. Kurze Vorlaufzeiten wirken sich zudem nicht sonderlich positiv auf die Qualität des Inhaltes aus.

Setzen Sie sich daher zu Beginn zunächst hin und überlegen Sie sich, in welchem Zyklus Sie Ihren Newsletter versenden wollen. Gerade bei kleineren Unternehmen ist ein monatlicher Versand mehr als ausreichend. Bombardieren Sie Ihre Abonnenten nicht mit Newslettern. Besonders dann nicht, wenn Sie eigentlich gar nichts zu sagen haben.

Bedenken Sie bei dem Entwurf Ihres Planes, dass die Newsletter-Erstellung Zeit kostet. Planen Sie von Beginn an ausreichend Zeit ein. So kommen Sie später nicht in die Situation, die Versendung Ihres Newsletters immer wieder nach hinten verschieben zu müssen. Ein sehr unregelmäßiger Versand des Newsletters kann schnell als Unzuverlässigkeit aufgefasst werden, ein Eindruck, den Sie als Unternehmen vermeiden sollten. Fragen Sie sich deshalb ernsthaft, ob neben dem Tagesgeschäft Zeit für die regelmäßige Zusammenstellung des Newsletters bleibt. Ist dies nicht der Fall, drängen sich auf dem Markt zahlreiche Anbieter, die Ihnen bei diesem Unterfangen unter die Arme greifen können.

Haben Sie einen Versandzyklus festgelegt, geht es in die Themenfindung. Legen Sie im Idealfall für alle Newsletter, die Sie im nächsten Jahr versenden wollen, vorab Themen fest, die bei Bedarf natürlich später angepasst und geändert werden können.

Wie und wo Sie geeignete Themen für Ihren Newsletter finden können, das erfahren Sie in Teil II der Serie.
 


Kommentare

  1. Danke für diesen hilfreichen Artikel, ich warte schon den Teil II. Bis jetzt habe ich Newsletter Marketing nicht verwendet und bin gerade bei der Planung.

    Kommentar von Lars - 22. November 2012 um 15:15

  2. Hallo Lars, es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag eine Hilfe ist. Teil II ist mittlerweile auch online und im neuen Jahr geht es mit Teil III (die Gestaltung eines Newsletters) weiter. Also bleib dran. Gruß, Henrike

    Kommentar von h.boeser - 22. November 2012 um 15:15

  3. Hallo,
    so wie es ausseht ist das Konzept der Newsletter-Marketing ziemlich komplex. Da muss man sich einiges in Vorfeld überlegen. Aber es ist mit allen Dingen, wo man möchte, dass sie richtig funktionieren.
    Eine richtig professionelle Einleitung.
    Vielen dank dafür.
    Peter

    Kommentar von Peter Demel - 22. November 2012 um 15:15

  4. Danke für diesen hilfreichen Artikel, ich warte schon den Teil II. Bis jetzt habe ich Newsletter Marketing nicht verwendet und bin gerade bei der Planung.

    Kommentar von Lars - 22. November 2012 um 15:15

  5. Hallo Lars, es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag eine Hilfe ist. Teil II ist mittlerweile auch online und im neuen Jahr geht es mit Teil III (die Gestaltung eines Newsletters) weiter. Also bleib dran. Gruß, Henrike

    Kommentar von h.boeser - 22. November 2012 um 15:15

  6. Hallo,
    so wie es ausseht ist das Konzept der Newsletter-Marketing ziemlich komplex. Da muss man sich einiges in Vorfeld überlegen. Aber es ist mit allen Dingen, wo man möchte, dass sie richtig funktionieren.
    Eine richtig professionelle Einleitung.
    Vielen dank dafür.
    Peter

    Kommentar von Peter Demel - 22. November 2012 um 15:15

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