Mobile Webseiten sollen nutzerfreundlicher werden

08. September 2016

Der Suchmaschinengigant Google möchte die mobile Optimierung von Webseiten weiter vorantreiben. So kündigte der Konzern an, dass sich ab Januar 2017 lästige Pop-ups und Werbebanner negativ auf das Ranking auswirken.

Wer auf seiner Website Pop-ups oder Werbebanner nutzt, die den Besuch des Nutzers auf der Website unterbrechen, sollte bis spätestens Jahresende den Einsatz dieser Elemente überdenken. Ab 10. Januar wird das Update wirksam sein, dass Seiten mit lästiger Werbung niedriger rankt.

Mit diesen Änderungen des Algorithmus rückt Google den mobilen Nutzer und seine Bedürfnisse weiter in den Mittelpunkt. Da die Pop-ups und Werbebanner die mobile Nutzung deutlich beeinträchtigen, möchte Google sie von den Webseiten verbannen. Der optimalen Nutzbarkeit auf mobilen Geräten wie Smartphones und Co. soll nichts mehr im Weg stehen. Seiten, die Pop-ups verwenden, sind laut Google nicht mobil-freundlich, da die Werbung erst mühsam weggeklickt werden muss, bevor der eigentliche Inhalt konsumiert werden kann. Das heißt, Seiten die großformatige Werbung über ihre Seiten legen, bieten eine deutlich schlechtere User Experience als Webseiten, die auf solche überdeckenden Formate verzichten.

Diese Pop-ups und Werbebanner werden künftig von Google abgestraft

Im Fokus von Google stehen drei verschiedene Arten von Werbung:

  1. Pop-ups, die während des Lesens aufpoppen und den Hauptinhalt verdecken
  2. Werbebanner, die die gesamte Seite überdecken und die der Nutzer erst wegklicken muss, um den eigentlichen Content zu erreichen
  3. Werbung, die den Inhalt unterbricht oder Werbebanner, die erst weggescrollt werden müssen, um zum Inhalt zu gelangen

Was weiterhin möglich ist

Google straft jedoch nicht grundsätzlich alle Pop-ups ab. So sind alle Pop-ups, die nicht zu sehr vom eigentlichen Inhalt ablenken und die nicht zu viel Platz auf dem Bildschirm einnehmen, weiterhin möglich. So werden zum Beispiel kleinere Pop-ups, die Cookie-Verwendungen, Altersverifizierungen oder Datenschutzbedingungen beinhalten, weiterhin möglich sein. Auch Login-Formulare oder kleine leicht zu schließende Banner sollen nicht betroffen sein.

Keine „Mobile-friendly-Kennzeichnung“ mehr

Google hat noch eine weitere Neuheit angekündigt: Ab Januar 2017 verabschiedet sich die weltweit meistgenutzte Suchmaschine nach zwei Jahren von der „Mobile-friendly“-Kennzeichnung in den Suchergebnissen. Das Mobile-Friendly-Logo diente bisher dazu, um den Nutzern zu zeigen, welche Seiten gut für mobile Geräte optimiert sind. Da inzwischen die Mehrheit aller Webseiten (rund 85 Prozent) für mobile Geräte geeignet sind, empfindet Google die Kennzeichnung als überflüssig. Die mobile Optimierung als Ranking Faktor bleibt jedoch selbstverständlich weiterhin erhalten.


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