Mit User Generated Content Reichweite gewinnen und Kunden binden

04. August 2016

User Generated Content spielt im Bereich Social Media Marketing eine immer größere Rolle. Eine große Reichweite, das Gewinnen neuer Fans sowie die stärkere Bindung von bereits bestehenden Kunden sprechen für sich. Und das Beste: User Generated Content kann auch perfekt von kleinen und mittelständischen Unternehmen ein- und umgesetzt werden. Was dahintersteckt und was man über das Thema wissen muss, verraten wir Ihnen in unserem Beitrag.

Was ist User Generated Content?

Bei User Generated Content handelt es sich um Inhalte und Beiträge, die von Nutzern für Unternehmen erstellt werden. Besonders häufig sind solche Inhalte in den sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook oder Instagram, zu finden. Meist zeichnen sich die Inhalte durch einen kreativen Bezug zu einem Produkt oder zu einer Marke aus. Mögliche Formen von User Generated Content wären zum Beispiel Fotos, Kommentare, Blog-Artikel, Videos, Bewertungen etc.

Warum User Generated Content?

Durch den Einsatz von User Generated Content möchten Unternehmen ein besonders hohes Engagement der User erreichen. So rufen sie beispielsweise ihre Fans dazu auf, Fotos zu einem bestimmten Thema zu veröffentlichen oder unter einem bestimmten Hashtag zu posten. Das Besondere an User Generated Content ist die authentische und persönliche Handschrift der beteiligten Fans. Wer als Unternehmen auf User Generated Content setzt, fördert das Engagement der Fans, zeigt sich von der menschlichen Seite und steigert so seine Authentizität.

Durch das Einbinden fühlt sich der Fan vom Unternehmen ernst genommen und identifiziert sich in der Folge stärker mit ihm. Er wird als Kunde langfristig an Ihr Unternehmen gebunden. Zugleich erhöhen erfolgreiche User-Generated-Kampagnen die Interaktion der Fans und somit auch die Reichweite der Posts. Neue potenzielle Kunden werden so auf Ihr Unternehmen aufmerksam.

Studien zeigen, dass 80 Prozent aller Kunden Empfehlungen von Freunden und Bekannten für weitaus vertrauenswürdiger halten als Werbung oder professionell erstellten Content. Mit User Generated Content können Sie sich diese Tatsache zunutze machen: Indem Sie Kunden dazu anregen, auf eine kreative Weise über Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte zu sprechen, schafft dieser Content bei potenziellen Kunden Vertrauen. Wer es richtig anstellt, der kann also mit User Generated Content neue Kunden gewinnen und den eigenen Umsatz steigern.

So setzen Sie User Generated Content erfolgreich ein

Die Vorteile von User Generated Content haben Sie überzeugt? Dann gilt es als nächsten Schritt ein Konzept zur erfolgreichen Umsetzung zu entwickeln. Werden Sie kreativ und überlegen Sie sich einen spannenden Weg, mit dem Sie Ihre Marketingziele erreichen können. Nur weil Ihre Fans den Inhalt erstellen, bedeutet das aber nicht, dass Sie sich entspannt zurücklehnen können: Nutzergenerierte Inhalte benötigen nämlich einen ähnlichen zeitlichen Aufwand wie selbst erstellte Inhalte.

Möglichkeiten, wie man User Generated Content einsetzen kann, gibt es viele. Wer etwas kreativ ist, wird bestimmt etwas Passendes für das eigene Unternehmen finden. Im Folgenden möchten wir Ihnen drei verschiedene Möglichkeiten für User Generated Content vorstellen, um Ihnen eine Idee davon zu geben, was alles möglich ist.

  • Kunden entwickeln neue Produkte: Der Fast-Food-Konzern McDonald’s und der Elektronikgigant Sony liefern beide gute Beispiele für User Generated Content. McDonald’s rief bei seinem Burger-Battle Kunden dazu auf, ihre eigenen Lieblingsburger zu kreieren.Und Sony forderte seine Fans dazu auf, Computerspiele mitzuentwickeln. Solche Aktionen können leicht auch auf kleinere Unternehmen übertragen werden. So kann zum Beispiel eine Eisdiele auf der eigenen Facebook-Seite die Lieblingseiskreation der Kunden suchen. Der beliebteste Vorschlag wird realisiert und für einige Zeit ins Programm genommen. Der Gewinnervorschlag erhält zusätzlich einen kleinen Preis, wie zum Beispiel einen Gutschein für den nächsten Besuch in der Eisdiele.
  • Fotowettbewerb: Eine sehr beliebte Form des User Generated Contents ist das Veranstalten von Fotowettbewerben. So ermuntern zum Beispiel Vergleichsportale und Hotels ihre Kunden, die schönsten Urlaubsfotos einzusenden. Wer Produkte herstellt, kann seine Kunden bitten, kreative Fotos beim Benutzen der Produkte im Alltag zu schießen und diese anschließend in den sozialen Netzwerken zu posten. Die Gewinnerfotos werden in den sozialen Netzwerken veröffentlicht und mit einem Preis prämiert.
  • Insidertipps und persönliche Erfolge: Ermuntern Sie Ihre Fans dazu, anderen (potenziellen) Kunden Tipps und Tricks zu verraten oder ihre eigene Geschichte zu erzählen. So regen zum Beispiel Fitnessstudios ihre Mitglieder dazu an, von ihren Erfolgen zu berichten (gerne auch mit Vorher-Nachher-Fotos). Nach Insidertipps wie Ausgeh- und Shopping-Empfehlungen für die eigene Stadt können beispielsweise Hostels und Hotels fragen.

Fehler bei der Nutzung von User Generated Content vermeiden

User Generated Content zu erhalten, ist gar nicht so schwer. Dennoch gilt es einige Dinge zu beachten, damit die gewünschten Ziele erreicht werden und sich Ihre Kunden mit Freude an Ihren Aktionen beteiligen.

1. Kampagne muss zum Unternehmen passen

Um mit User Generated Content Ihre Marketing-Ziele zu erreichen, ist es ganz wichtig, dass Sie den roten Faden nicht aus den Augen verlieren. Wer zum Beispiel einen Fotowettbewerb ins Leben ruft, der rein gar nichts mit dem eigenen Unternehmen oder den angebotenen Produkten zu tun hat, der leistet wenig dafür, neue potenzielle Kunden anzusprechen. Kreativität ist bei User Generated Content zwar extrem wichtig, dennoch sollten Sie immer vor dem Start einer Kampagne prüfen, ob die geplante Aktion zu Ihrem Unternehmen und zu Ihren Zielen passt.

2. Urheberrechte beachten

Auch wenn Ihre Fans Inhalte und Fotos freiwillig mit Ihnen teilen, sollten Sie sie darüber informieren, wie und in welcher Form der Content genutzt wird. Als Information eignen sich zum Beispiel AGBs, die für jeden Teilnehmer der Aktion eingesehen werden können. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit jedem einzelnen Auserwählten in Kontakt zu treten und ihn über die Verwendung seines Contents zu informieren.

3. Kundenkommunikation auf Augenhöhe

Wer eine Aktion mit User-generierten Inhalten in den sozialen Netzwerken startet, der sollte sich anschließend aktiv daran beteiligen und auf Fragen und Kommentare der User eingehen. Planen Sie auf jeden Fall vorher die benötigte Zeit dafür ein, um Ihre Kampagne zu betreuen. Denn für den erfolgreichen Einsatz von User Generated Content spielt die Kommunikation mit den Fans eine wichtige Rolle.

4. User Generated Content recyceln

Wie die eigenen Inhalte ist auch User Generated Content kein Einwegprodukt. Nutzen Sie die von Ihren Nutzern erstellten Inhalte gerne auch ein zweites oder drittes Mal, wenn die Inhalte bei den Fans gut ankamen. Beispielsweise können Sie von einer Aktion, die in den sozialen Netzwerken stattgefunden hat, auch auf Ihrer Firmenhomepage oder auf einem anderen Social-Media-Kanal berichten.


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