KMUs sind nicht online und verzichten auf Analyse

22. November 2010

Aktuell sind nur vier von fünf deutschen Unternehmen mit einer eigenen Website online. Das hat kürzlich eine Studie des Branchenverbands Bitkom ergeben. Somit verfügen 80 Prozent aller deutschen Unternehmen über eine Website. Damit liegen die Deutschen im europäischen Vergleich auf dem fünften Platz. Die Dänen sind scheinbar besonders Internetaffin.Denn mit 88 Prozent ist Dänemark das Land in Europa, in dem die meisten Unternehmen über eine eigene Website verfügen. Dicht gefolgt von den Schweden mit 87 Prozent und den Finnen mit 85 Prozent. In Rumänen und Bulgarien besteht in Sachen Internet bei Unternehmen noch Nachholbedarf: Erst 20 Prozent der dort ansässigen Unternehmen verfügen über eine eigene Internetpräsenz. Erhoben hat die Zahlen die europäische Statistikbehörde Eurostat.

Wofür nutzen Unternehmen ihre Website?

Die Firmen-Website wird primär zur Unternehmenspräsentation eingesetzt. Produkte und Dienstleistungen werden beschrieben. Onlineshops dienen als Absatzkanal.

Wo geht der Trend hin?

Mit Hilfe von Web 2.0-Technologien könnten Kunden in die Entwicklung und Verbesserung von Produkten eingebunden werden. Eine Studie des ECC Handel hat kürzlich belegt, das immerhin schon jedes fünfte kleinere oder mittelständische Unternehmen Social Media-Anwendungen nutzt.

An der Optimierung der Website hapert es

Das Verhalten der Websitebesucher zu messen ist für Unternehmen mit Internetpräsenz in vielerlei Hinsicht vorteilhaft. Doch gerade daran hapert es. Dies hat jüngst eine Untersuchung des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) ermittelt. Bei dem Netzwerk handelt es sich um eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Bei einer Befragung von bisher 5.800 Teilnehmern zeigte sich, dass mehr als die Hälfte der Befragten nur eine unregelmäßige oder gar keine Analyse der Seitenzugriffe durchführt. Nur 43,7 Prozen der Befragten analysieren regelmäßig die Seitenzugriffe. 31,7 Prozent führen nur unregelmäßige Analysen durch. Der Rest misst die Seitenzugriffe gar nicht oder ist nicht über diese Möglichkeit informiert.

Dabei können sich dem Unternehmer durch die Analyse seiner Websitezugriffe wertvolle Erkenntnisse für die Optimierung seiner Website ergeben. Die gängigen Analysetools verraten zum Beispiel, woher die Websitebesucher kommen, welche Suchbegriffe sie verwendet haben, welche Navigationspunkte besonders häufig oder auch gar nicht angesteuert werden. Auch die Erkenntnis, zu welcher Uhrzeit die Website vorwiegend besuchen, kann für weitere Marketingschritte, wie zum Beispiel das Schalten von Online-Werbeanzeigen relevant sein.

Wie halten Sie es? Beschäftigen Sie sich mit der Analyse Ihrer Website und wenn ja, welche Tools nutzen Sie dafür? Oder genügt es Ihnen mit einer Website online zu sein?

Ich bin gespannt auf Ihr Feedback

Melanie Schyja


Kommentare

  1. Hey wo ist der Facebook Like Button? 😉

    Kommentar von Farid - 22. November 2010 um 14:21

  2. Der Bericht spiegelt genau meine Erfahrungen wieder. Dem Absatzkanal Internet wird von vielen Unternehmen eine zu geringe Bedeutung zugeteilt. Vorhandenes Marketing Budget wird überwiegend in traditionelle Printmedien investiert. Dabei kann selbst der kleine Handwerker von nebenan mit einem ordentlichen Internetauftritt und aktiver Werbung bei Suchmaschinen im regionalen Bereich wesentlich mehr Kunden generieren. Dass man mit umfangreichen Analysen sein Onlinemarketing-Budget wesentlich effektiver Nutzen kann, ist bei vielen Unternehmen noch nicht durchgedrungen.

    Kommentar von Christian - 22. November 2010 um 14:21

  3. @Farid
    Direkt unter dem Artikel 😀

    @Christian
    Vielen Dank für Dein ausführliches Statement.

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 22. November 2010 um 14:21

  4. Hey wo ist der Facebook Like Button? 😉

    Kommentar von Farid - 22. November 2010 um 14:21

  5. Der Bericht spiegelt genau meine Erfahrungen wieder. Dem Absatzkanal Internet wird von vielen Unternehmen eine zu geringe Bedeutung zugeteilt. Vorhandenes Marketing Budget wird überwiegend in traditionelle Printmedien investiert. Dabei kann selbst der kleine Handwerker von nebenan mit einem ordentlichen Internetauftritt und aktiver Werbung bei Suchmaschinen im regionalen Bereich wesentlich mehr Kunden generieren. Dass man mit umfangreichen Analysen sein Onlinemarketing-Budget wesentlich effektiver Nutzen kann, ist bei vielen Unternehmen noch nicht durchgedrungen.

    Kommentar von Christian - 22. November 2010 um 14:21

  6. @Farid
    Direkt unter dem Artikel 😀

    @Christian
    Vielen Dank für Dein ausführliches Statement.

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 22. November 2010 um 14:21

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