Jobsuche 2.0

23. Dezember 2010

Kaum einer greift heute noch zur Zeitung, wenn er auf der Suche nach einer neuen Stelle ist. Vielmehr tummeln sich die Arbeitssuchenden in Online Jobbörsen oder suchen gezielt in sozialen Netzwerken nach Jobs. Die sozialen Netzwerke bieten für Arbeitssuchende ganz neue Möglichkeiten mit dem Unternehmen bzw. Personalern in Kontakt zu treten. Zudem nutzen immer mehr Unternehmen twitter und Co. um neue Mitarbeiter anzuwerben. Außerdem können Suchende das Web 2.0 nutzen, um sich zu ideal zu präsentieren und Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Viele wissen aber noch nicht, wie sie das Internet am besten nutzen können und trauen sich auch meistens nicht von der Norm anzuweichen. Aber gerade solche Bewerber, die den Mut haben mehr über sich Preis zugeben, sind in den Unternehmen gefragter denn je.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Personalchefs ihre Kandidaten googeln um sich ein besseres Bild über den Bewerber zu machen. Genau diese Tatsache kann jeder Arbeitssuchende für sich zum Vorteil machen. Denn der suchende Personaler, sollte auch die richtigen Informationen finden. Heute will ich einige Tipps geben, wie sich Arbeitssuchende das Internet zu nutzen machen und gezielt Informationen im Internet streuen können.

1. Facebook, Twitter und Co.

Hier gilt das Motto, „Wer kennt wen?“. Denn in den meisten Unternehmen ist es so, dass die Jobs zunächst intern vergeben werden, also an Freunde und Bekannte der Belegschaft. Unter die Kategorie „Freunde & Bekannte“ fallen auch Kontakte aus den sozialen Netzwerken, die man vielleicht gar nicht so gut kennt, aber man weiß, dass derjenige auf Jobsuche ist. Bei sozialen Netzwerken ist es nicht wichtig, dass man über 500 Leute kennt. Vielmehr ist die Qualität der Freundschaften entscheidend, daher sollte man Kontakte zu Personen aufbauen und diese pflegen. Denn niemand empfiehlt einen weiter, wenn er nichts über denjenigen weiß. Daher sollte man gezielt Kontakt zu Personen suchen, die in Unternehmen arbeiten, bei denen man sich vorstellen kann irgendwann zu arbeiten.

Unternehmen setzten vermehrt auf das Anwerben von neuen Mitarbeitern über twitter, denn die Mitglieder die bei twitter aktiv sind gelten als offener und sind besser informiert. Bei twitter können Statusnachrichten in knapper Form an alle wichtigen und interessanten Leute gesendet werden. Auf Facebook und MeinVZ kann man dortige Gruppenzugehörigkeit sehr gut zum Selbstmarketing nutzen. Allein auf Facebook gibt es eine enorme Anzahl an Gruppen rund um das Thema Jobs. Wer dort eine Statusnachricht veröffentlicht kann sich sehr sicher sein, dass sich die Meldung mit Hilfe des „Gefällt mir“ -Buttons in Windeseile verbreiten wird. Je mehr es lesen, desto wahrscheinlicher ist es, dass es auch die Richtigen lesen werden.

2. Blogs

Die Jobsuche so öffentlich zu gestalten ist für viele unvorstellbar, aber grade dort liegt die Chance. Einen Blog zu erstellen zeigt Engagement und Kreativität der Bewerbers und unterstreicht, wie wichtig einem selbst ein guter Job ist. Zudem hat man auch auf dem Blog die Möglichkeit sich viele ausführlicher vorzustellen. Zum Beispiel kann man viel intensiver auf abgeschlossene Projekte und auf die Berufserfahrung eingehen als in einer normalen schriftlichen Bewerbung. Da jeder Personaler die Bewerber googelt, wäre es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wenn dieser auf dem eigenen persönlich Blog landen würden. Denn so kann sich der Personaler ein viel besseres Bild über den Bewerber machen, was sich natürlich auch positiv auf die Entscheidung auswirken könnte. Natürlich kann ein Blog die schriftliche Bewerbung nicht vollständig ersetzen, sondern unterstützen.

3. Youtube

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und mit einem „Bewerbungsvideo“ kann sich der Personaler ein viel besseres Bild über die Leistung und die Stärken des Bewerbers machen, als er es mit einer schriftlichen Bewerbung könnte. Ein Bewerbungsvideo auf Youtube reinzustellen ist ein Trend, welcher aus den USA zu uns rüber schwappt. Von dem aber noch viele nichts halten, obwohl ein Video perfekt ist, um seine Stärken hervorzuheben. Zum Beispiel kann ein Koch in einem Video zeigen, wie seine Arbeitsabläufe sind und was er so alles anrichten kann. Je kreativer, desto besser – denn je mehr auf das Video klicken, desto schneller verbreitet es sich. Dadurch ist es viel wahrscheinlicher, dass das Video auch von der richtigen Person gesehen wird. Und solch kreativen Einfälle werden auch viel öfter weiter erzählt und empfohlen, somit ist eine schnelle Aufmerksamkeit garantiert.

Viele denken, dass eine schriftliche Bewerbung ausreichend ist. Jedoch sollte man bedenken, dass sich auf eine Stellenausschreibung immer eine große Anzahl von Leuten bewirbt, die eventuell auch besser qualifiziert sind. Hier ein Beispiel, welches dies verdeutlicht, „im Rahmen des „Auto 5000“-Projekts gingen bei VW allein in der ersten Woche über 20.000 Bewerbungen ein, am Ende waren es sogar über 400.000 Bewerbungen.“ In solchen Fällen ist es sehr entscheidend sich von der Masse abzuheben und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Haben Sie bereits positive Erfahrungen mit der Jobsuche bei Facebook, twitter und Co. machen können? Oder sind Sie der Meinung, dass eine schriftliche Bewerbung vollkommen ausreicht? Vielleicht haben Sie ja noch andere Tipps?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße,

Maja Nedeljkovic


Kommentare

  1. Prost Neujahr, vollkommen richtig das heute einer kaum noch zur Zeitung greift, da im Internet Firmen und Stellenbörsen kostenlos und schnell erreichbar sind. Ausserdem viele Firmen bevorzugen die Online Bewerbung, da spart noch das Porto 😉

    Kommentar von Pressemitteilung - 23. Dezember 2010 um 10:51

  2. Auch ein Frohes Neues.
    Die Jobsuche via Facebook, twitter und Co. ist für diejenigen zu empfehlen, die schon über ein gutes Netzwerk in beruflichem Sinne verfügen. Allen anderen empfehlen wir weiterhin die Online Jobbörsen, denn da kann man nach Stellenbezeichnung sowie PLZ oder Ort suchen. Ein Feature welches bei Facebook nicht möglich ist, ausser auf sogenannten apps!

    Kommentar von Schulze, Thomas - 23. Dezember 2010 um 10:51

  3. Es kommt aber immer noch auf die Branche an, ob es Sinn macht, online auf sich aufmerksam zu machen oder sich online zu bewerben. Bei Jobs rund ums Internet ist das Gang und Gebe. Die meisten Handwerksunternehmen bevorzugen nach wie vor die schriftliche Bewerbung auf dem Postweg. Viele Handwerksunternehmen suchen auch nicht online nach Mitarbeitern. Ich denke, dass sich das in Zukunft auch noch ändern wird.

    Kommentar von Michael - 23. Dezember 2010 um 10:51

  4. Ich empfehle vor allem dem Mittelstand, sich mit dem Thema „Employer Branding“ zu beschäftigen. Web und Literatur geben hier schon sehr viel her, nachdem das Thema seit mittlerweile sechs Jahren entwickelt wurde. Vor allem KMU sollten sich aber teure Berater sparen und selber entsprechende Programme entwickeln.
    Außerdem würde ich Themen wie XING, Facebook und Twitter nicht isoliert betrachten, sondern ein Social Media Konzept starten. Meiner Erfahrung nach ist gerade das Medium, das mir am geeignetsten erscheint im Mittelstand noch recht fremd. Ein CI-kompatibles Blog, das täglich zweimal mit fundierten, authentischen und interessanten Artikeln gefüttert und mit XING, Facebook, Twitter oder LinkedIn vernetzt wird, kann, richtig gepflegt und gelebt, sehr zielführend sein. Dazu müssen die Blogs der A-Blogger in den einschlägigen Communities verlinkt werden. Mit wenig Aufwand sind hier bis zu 200 gezielte Besuche auf der Homepage möglich sein. Der Aufwand ist hoch, die Investition eher gering.
    Wer kann ebenfalls über Erfahrungen mit dieser Systematik berichten?

    Kommentar von Reinhard Hartl - 23. Dezember 2010 um 10:51

  5. Wenn Firmen innovativ eigene Mitarbeiter bei der Umsetzung ihres Social Media Konzepts einbinden, Mitarbeiter die bereits im Social Web aktiv sind, bloggen, twittern und ein Netzwerk z. Bsp. bei Facebook aufbauen, wird das Team zum überzeugenden Fürsprecher für das eigene Unternehmen. Die Marke des Unternehmens wird somit auch für andere erlebbar, bekommt ein Gesicht und die Anerkennung des einzelnen Mitarbeiters überträgt sich auf die Marke des Unternehmens.

    Mich hat ein Link bei Facebook auf diesen Blog geführt. Mir gefallen die Beiträge auf diesem Blog sehr und ich werde mit Sicherheit gern hier weiter lesen.

    Kommentar von Ingrid von Koslowski - 23. Dezember 2010 um 10:51

  6. Prost Neujahr, vollkommen richtig das heute einer kaum noch zur Zeitung greift, da im Internet Firmen und Stellenbörsen kostenlos und schnell erreichbar sind. Ausserdem viele Firmen bevorzugen die Online Bewerbung, da spart noch das Porto 😉

    Kommentar von Pressemitteilung - 23. Dezember 2010 um 10:51

  7. Auch ein Frohes Neues.
    Die Jobsuche via Facebook, twitter und Co. ist für diejenigen zu empfehlen, die schon über ein gutes Netzwerk in beruflichem Sinne verfügen. Allen anderen empfehlen wir weiterhin die Online Jobbörsen, denn da kann man nach Stellenbezeichnung sowie PLZ oder Ort suchen. Ein Feature welches bei Facebook nicht möglich ist, ausser auf sogenannten apps!

    Kommentar von Schulze, Thomas - 23. Dezember 2010 um 10:51

  8. Es kommt aber immer noch auf die Branche an, ob es Sinn macht, online auf sich aufmerksam zu machen oder sich online zu bewerben. Bei Jobs rund ums Internet ist das Gang und Gebe. Die meisten Handwerksunternehmen bevorzugen nach wie vor die schriftliche Bewerbung auf dem Postweg. Viele Handwerksunternehmen suchen auch nicht online nach Mitarbeitern. Ich denke, dass sich das in Zukunft auch noch ändern wird.

    Kommentar von Michael - 23. Dezember 2010 um 10:51

  9. Ich empfehle vor allem dem Mittelstand, sich mit dem Thema „Employer Branding“ zu beschäftigen. Web und Literatur geben hier schon sehr viel her, nachdem das Thema seit mittlerweile sechs Jahren entwickelt wurde. Vor allem KMU sollten sich aber teure Berater sparen und selber entsprechende Programme entwickeln.
    Außerdem würde ich Themen wie XING, Facebook und Twitter nicht isoliert betrachten, sondern ein Social Media Konzept starten. Meiner Erfahrung nach ist gerade das Medium, das mir am geeignetsten erscheint im Mittelstand noch recht fremd. Ein CI-kompatibles Blog, das täglich zweimal mit fundierten, authentischen und interessanten Artikeln gefüttert und mit XING, Facebook, Twitter oder LinkedIn vernetzt wird, kann, richtig gepflegt und gelebt, sehr zielführend sein. Dazu müssen die Blogs der A-Blogger in den einschlägigen Communities verlinkt werden. Mit wenig Aufwand sind hier bis zu 200 gezielte Besuche auf der Homepage möglich sein. Der Aufwand ist hoch, die Investition eher gering.
    Wer kann ebenfalls über Erfahrungen mit dieser Systematik berichten?

    Kommentar von Reinhard Hartl - 23. Dezember 2010 um 10:51

  10. Wenn Firmen innovativ eigene Mitarbeiter bei der Umsetzung ihres Social Media Konzepts einbinden, Mitarbeiter die bereits im Social Web aktiv sind, bloggen, twittern und ein Netzwerk z. Bsp. bei Facebook aufbauen, wird das Team zum überzeugenden Fürsprecher für das eigene Unternehmen. Die Marke des Unternehmens wird somit auch für andere erlebbar, bekommt ein Gesicht und die Anerkennung des einzelnen Mitarbeiters überträgt sich auf die Marke des Unternehmens.

    Mich hat ein Link bei Facebook auf diesen Blog geführt. Mir gefallen die Beiträge auf diesem Blog sehr und ich werde mit Sicherheit gern hier weiter lesen.

    Kommentar von Ingrid von Koslowski - 23. Dezember 2010 um 10:51

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