Google-Ranking-Faktoren 2016

24. Juni 2016

Wie weit vorne Ihre Firmenhomepage in den Suchergebnissen bei Google erscheint, darüber entscheiden zahlreiche verschiedene Faktoren. Welche Faktoren das genau sind und wie deren genaue Gewichtung ist, das behält der Suchmaschinengigant Google für sich. Anhand von Studien wird immer wieder versucht, das Geheimnis rund um die Google-Ranking-Faktoren zu lüften. Die SEO-Agentur seo2b hat nun in einer groß angelegten Studie insgesamt mehr als 100 Faktoren umfassend untersucht. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Ranking-Faktoren der Studie im Überblick vorstellen.

Googles erklärtes Ziel ist, dem Suchenden schnellstmöglich die beste Antwort auf seine Suchanfrage zu liefern. Durch die stetige Veränderung der Ranking-Faktoren möchte der Suchmaschinenriese immer bessere Suchergebnisse liefern können, die optimal auf die Suchanfrage des Nutzers abgestimmt sind. Um die Qualität einer Website bezüglich einer Suchanfrage bestimmen zu können, wertet Google zahlreiche verschiedene Faktoren aus. Wer also in den Suchergebnissen eine gute Position einnehmen möchte, der muss möglichst viele dieser Faktoren erfüllen. Einen einzigen bestimmenden Faktor gibt es schon lange nicht mehr.

Eine Faktoren-Gruppe, die in den letzten Jahren besonders an Bedeutung gewonnen hat, ist die Gruppe der sogenannten Interaktionsfaktoren. Bei diesen Faktoren wertet Google das Surfverhalten der Nutzer auf der Website aus. So wird zum Beispiel bewertet, wie lange ein Besucher auf der Seite bleibt und ob Besucher wiederkommen. Da diesen Faktoren auch in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommen wird, möchten wir neben den Faktoren der Onpage-Optimierung auch gezielt auf diese Interaktionsfaktoren eingehen.

1) Die wichtigsten Onpage Ranking Faktoren

Schon längst sollte es bei der Optimierung einer Website nicht mehr nur um die einzelnen Unterseiten gehen – der Gesamteindruck ist entscheidend! Google und die Besucher Ihrer Firmenhomepage müssen mit nützlichen Inhalten, einem ansprechenden Design und einer optimalen Bedienbarkeit überzeugt werden. Wer eine gepflegte Gesamt-Website zu bieten hat, der hat gute Aussichten auf die vorderen Plätze bei Google.

Nützliche Inhalte

Eine wichtige Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung spielen nützliche, einzigartige und hochwertige Inhalte. Beim Verfassen der Texte sollte immer daran gedacht werden, dass Besucher mit einem unterschiedlichen Vorwissen auf Ihre Seite kommen. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst umfassend die Fragen potenzieller Kunden beantworten. Wichtig ist auch, dass Ihre Website neben den Leistungs- und Produktbeschreibungen weitere Informationen über Ihr Unternehmen bereitstellt. Dazu zählen zum Beispiel eine Über-uns-Seite, Service-Informationen oder verschiedene Kontaktmöglichkeiten. Optimalerweise werden die Texte auf Ihrer Seite durch Bilder, Videos etc. unterstützt. Diese visuellen Inhalte bereichern das Besuchererlebnis und machen Ihre Seite interessant.

Länge der Inhalte

Die Studie von Seo2b zeigt auch, dass längere Inhalte bei Google besser ankommen. Denn je umfangreicher eine Website ein Thema behandelt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Antworten auf bestimmte Suchanfragen liefern kann. Jedoch sollten Sie immer bedenken, dass die Geduld der Leser insbesondere auf Webseiten nicht sehr hoch ist. Mit Überschriften, Hervorhebungen und Aufzählungen lassen sich für ungeduldige Leser auch Inhalte längerer Texte schnell erfassen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Inhalte nützlich und informativ sind. Wer viel schreibt, ohne Informationen mitzuteilen, kann bei Besuchern und Google schnell einpacken.

Ein nutzerfreundliches Layout

Ein nutzerfreundliches Layout ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich Besucher auf Ihrer Website wohlfühlen. Nutzer müssen schnell erkennen können, wo sie die gewünschten Informationen finden. Die Hauptinhalte Ihrer Seite sollten immer klar im Vordergrund stehen und auch optisch gut lesbar sein.

Keywords

Seit einiger Zeit schon wurde der Abschied vom einzelnen Keyword eingeläutet. Heutzutage ist es wichtig, dass man umfassende Informationen und Antworten zu bestimmten Themen liefert. So spielt auch die Keyword-Dichte der Texte nur noch eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, dass die Texte optimal auf die Bedürfnisse der Leser abgestimmt und gut lesbar sind. Eine Keyword-Überoptimierung sollte auf jeden Fall vermieden werden, da diese von Google abgestraft wird. Keywords gehören aber noch nicht der Vergangenheit an. Für ein gutes Ranking sollten die wichtigsten Keywords einer Seite in den Überschriften, im Fließtext, den Meta-Informationen oder auch der URL verwendet werden. Dabei ist es sehr wichtig, dass auch auf die Reihenfolge der Keywords geachtet wird. Die Keywords sollten in der Reihenfolge verwendet werden, in der sie auch am meisten gesucht werden. Also zum Beispiel „Zahnarzt Düsseldorf“ und nicht „Düsseldorf Zahnarzt“.

2) On-page Faktoren jenseits des Inhalts

Aktualität

Seiten, die regelmäßig aktualisiert werden und immer wieder neue Inhalte zu bieten haben, ranken besser. Überprüfen Sie also von Zeit zu Zeit, ob alle Informationen auf Ihrer Seite aktuell sind und passen Sie diese gegebenenfalls an. Auch ein aktiv genutzter Unternehmensblog kann zu aktuellen Inhalten auf der Firmenhomepage beitragen.

Interne Verlinkungen geben Google Aufschluss darüber, zu welchen Keywords die jeweils verlinkte Seite nach Ansicht des Webseitenbetreibers ranken sollte. Dabei spielen die Anzahl, die Qualität und die Linktexte der Verlinkungen eine Rolle. Vor allem für ältere Webseiten mit viel Inhalt ist dieser Faktor sehr wichtig.

Webseitengeschwindigkeit

Schnelle Webseiten ranken besser – dieser einfache Grundsatz gilt schon seit vielen Jahren. Denn wenn eine Seite zu langsam ist, rankt Google diese schlechter als der Inhalt es verdient hätte. Tools, wie zum Beispiel PageSpeed Insights von Google, geben Aufschluss darüber, wie man die Seitengeschwindigkeit verbessern kann.

Mobile Optimierung

Bei der mobilen Suche bevorzugt Google Seiten, die für mobile Geräte optimiert wurden. Da laut Google inzwischen mehr Menschen mit dem Smartphone oder anderen mobilen Geräten suchen als am Desktop-PC, sollte das Thema mobile Optimierung nicht länger vernachlässigt werden.

3) Diese Interaktionsfaktoren beeinflussen das Google-Ranking

Wie schon zu Beginn unseres Artikels erwähnt, spielen die Interaktionsfaktoren eine wichtige Rolle für Google. Durch den eigenen Browser Google Chrome kann der Suchmaschinengigant immer mehr Daten über die Suchenden und ihr Surfverhalten sammeln und sie für seine Zwecke auswerten. Ist eine Website schon etwas älter, kann durch die Optimierung der Interaktionsfaktoren viel erreicht werden.

Wiederkehrende Besucher

Wiederkehrende Besucher sind nicht nur für Sie als Webseitenbetreiber erfreulich. Auch Google schätzt es, wenn Besucher Zeit auf Ihrer Seite verbringen und gerne wiederkommen.

Klickrate

Die Klickrate (Click-Through-Rate) der Suchergebnisse hat eine sehr hohe Relevanz für das Google-Ranking. Achten Sie deshalb darauf, dass die Seitentitel und die Seitenbeschreibungen (Titles und Descriptions) nicht nur in Hinblick auf Keyword und Länge optimal sind, sondern auch neugierig machen und zum Klicken anregen. Versprechen Sie jedoch nichts Falsches. Wird der Suchende auf Ihrer Seite nicht fündig, erhöht dies die Absprungrate (Bounce Rate).

Absprungrate und Verweildauer

Auch die Absprungrate und die Verweildauer beeinflussen das Google-Ranking. Klickt ein Besucher auf ein Suchergebnis und verbleibt dann aber nur wenige Sekunden auf der Seite, geht Google davon aus, dass die Seite die Erwartungen des Besuchers nicht erfüllt und keine passende Antwort auf die Suchanfrage liefert. Passiert dies häufiger, wird Google die Seite schlechter ranken. Umgekehrt sendet eine längere Verweildauer auf der Website positive Signale an Google aus. Neben informativen Inhalten können auch Bilder und Videos die Verweildauer auf der Seite steigern.

Nutzer-Interaktionen

Interaktionen wie zum Beispiel Kommentare und Bewertungen auf der eigenen Website oder auch in Bewertungsportalen können positive Signale an Google senden. Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass Google die Authentizität der Bewertungen anerkennt.

Fazit

Wie Sie vielleicht während der Lektüre unseres Artikels feststellen konnten, sind für eine gelungene Suchmaschinenoptimierung schon längst nicht mehr nur einzelne Faktoren, wie beispielsweise Links oder Keywords, herauszupicken. Stattdessen geht es darum, mit einem positiven Gesamteindruck aus Inhalten und Benutzererfahrung sowohl Google als auch die Besucher Ihrer Seite zu überzeugen. Wer das schafft, der ist einem guten Google-Ranking einen großen Schritt näher.


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