Google Music

27. Oktober 2009

Das hätte man sich doch schon denken können: Nachdem der globale Umsatz digitaler Musik im Zeitraum 2004 bis 2008 fast um das zehnfache anstieg, steigt jetzt auch die Suchmaschine Google in das Musikgeschäft ein.

Schon diese Woche Mittwoch erweitert Google seine Produktpalette, mit der es möglich ist, Musik via Streaming zu hören. Das heißt: Musik wird über eine spezielle Suchfunktion gefunden und kann über das Internet direkt abgespielt werden. Ein Download wird überflüssig. Die Zusammenarbeit soll mit den bekannten Musiknetzwerken iLike und Lala stattfinden, bei der auch Downloads sofort erfolgen können. Neben Musik werden  Albumcover, Songtexte und Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt.

Mit diesem Schritt in Richtung Zukunft wird Google den Online-Markt für Musik beeinflussen. Derzeit ist Apple mit 70 Prozent der Musikdownloads in den USA klarer Marktführer. Mit iTunes hat Apple die Preise der Downloads lange bestimmt. Jetzt soll ein Gegengewicht gefunden werden. Jedoch soll Google selbst nicht an dem Erlös beteiligt werden, sondern nur durch den zusätzlichen Anzeigenerlös. Den Gewinn der Musikdownloads sollen sich die Plattenfirmen und Online-Händler teilen.

Einige Experten bezweifeln das neue Angebot des Internetriesen und ziehen Rückschlüsse zu „Google Bücher“ bei der 20 Prozent des Buches dem Internet-User frei zur Verfügung gestellt werden und die er kostenlos kopieren kann. Auch mit Google Musik wird sich die Philosophie des Unternehmens nicht ändern: Der User erwirbt keine Datei, sondern nur ein Nutzungsrecht, das Google uneingeschränkte Kontrolle über uns ermöglicht. Aber die Sache hat auch etwas Gutes: Illegale Downloads auf dem Musikmarkt werden dadurch vielleicht weitestgehend gemieden.

Auch andere Online-Firmen wie Facebook, Microsoft und Bebo wollen in Zukunft Musikstreamings auf ihren Seiten ermöglichen. MySpace arbeitet momentan an der Förderung einer eigenen Musikplattform.

Was für ein Wettbewerbskampf!

Duy Tran


Kommentare

  1. ich bin sehr skeptisch was die Entwicklung hier betrifft! Die konkurrenz ist einfach schon zu groß. Wird ähnlich wie google Plus werden?

    Kommentar von Besucher - 27. Oktober 2009 um 12:50

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