Euroweb berichtet von der CeBIT 2011

02. März 2011

Am 1. März hat die CeBIT 2011 in Hannover ihre Pforten für Fachbesucher der IT-Branche aus aller Welt geöffnet. In diesem Jahr wird die Messe vor allem von zwei Trends beherrscht, dem Cloud Computing und Tablet-Geräten wie dem iPad. Doch wie können kleine und mittelständische Unternehmen diese Technologien sinnvoll im eigenen Unternehmen einsetzen?

CeBIT Trend 1 – Cloud Computing

Der seit langem vorausgesagte große Durchbruch des Cloud Computings, also des Anmietens von Rechenleistung und Software-Lösungen in der sogenannten „Rechnerwolke“, ist bisher ausgeblieben. Ungewiss ist, ob fehlende ausgereifte Software-Lösungen oder das Misstrauen der Unternehmen in die Datensicherheit ausschlaggebend dafür sind. In diesem Jahr soll sich allerdings alles ändern. Den Startschuss geben große Software Konzerne wie Microsoft, IBM und Oracle, die ihren Kunden vermehrt cloud-basierte Lösungen anbieten. So lädt Microsoft zur CeBIT Besucher an seinen Stand, die sich hier Office in der Cloud ansehen können. Sicherheit ist dabei ein großes Thema und soll das bisher fehlende Vertrauen, insbesondere bei Unternehmen aus dem mittelständischen Bereich endlich nachhaltig aufbauen.

Denn objektiv betrachtet, bieten Cloud-Lösungen für mittelständische Unternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen. Einer der Wichtigsten ist das enorme Einsparpotenzial, das die Auslagerung von lokalen Ressourcen (Hardware/Software) bietet. Zudem ermöglichen Cloudlösungen mittelständischen Unternehmen flexibler zu handeln, da Software hier nur gemietet und nicht gekauft wird. So lässt sich wesentlich einfacher und kostengünstiger auf aktuellere Software-Versionen umsteigen oder z.B. dynamisch Rechenleistung dazu buchen, sollte die Nachfrage unerwartet steigen. Ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt sind zudem die wegfallenden Support-Kosten, denn Service und Wartung obliegen bei Cloud-Lösungen dem jeweiligen Dienstleister.

Die Politik hat das Potenzial von Cloud Computing bereits erkannt. Das Bundeswirtschaftsministerium initiierte zu diesem Zweck den Projektwettbewerb “Trusted Cloud“, der sichere Internet-Dienste – sicheres Cloud Computing für Mittelstand und öffentlichen Sektor fördern soll. Überwiegend mittelständische Unternehmen gehörten zu den nun im Rahmen der CeBIT ausgezeichneten Gewinnern des Wettbewerbs. Die prämierten Unternehmenslösungen zeichneten sich durch Datensicherheit, Vertrauen und Zuverlässigkeit aus. Um Deutschland als führenden Standort von Cloud Computing zu etablieren, wird das Bundeswirtschaftsministerium zudem in den nächsten drei Jahren weitere rund 50 Millionen Euro in die Förderung investieren.

CeBIT Trend 2 – Tablet Geräte

Das iPad war im vergangenen Jahr der Verkaufsschlager schlechthin. Ob Acer, Samsung, Motorola oder HTC, aller Hersteller stellen auf der CeBIT in Hannover ihre Pendants zum iPad vor.

Indessen wird das iPad oder Tablet-Rechner im Allgemeinen zunehmend auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant. Denn schon lange ist Apples Tablet zu weit mehr zu gebrauchen, als zum Spielen und Surfen im WWW. Richtig eingesetzt, kann es Mitarbeiter aktiv bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Ob Außendienstmitarbeiter, die schnell und unkompliziert auf E-Mails, ihren Kalender oder Office-Anwendungen zugreifen können, oder IT-Beauftragte, die entsprechende Software vorausgesetzt, z.B. Server administrieren oder Netzwerk-Ressourcen von unterwegs kontrollieren können.

In Apples App Store gibt es mittlerweile zahlreiche professionelle Anwendungen, die die Produktivität im Unternehmen wesentlich steigern können. Z.B. entwickelten Unternehmen wie Aconso die sogenannte iAkte – die mobile Personalakte. Mit dem iPad lassen sich so Assessment-Center, Bewerbermanagement, Digitale Personalakte, Generierung von Zeugnissen und Informationsgewinnung in einer Anwendung kombinieren. Und das alles ist auf dem iPad zumeist gepaart mit intuitiver und leicht zu erlernender Steuerung. Viele der Programme werden zudem permanent um neue Funktionen ergänzt. Fähige Programmierer vorausgesetzt, können Unternehmen selbst sogenannte Webapplikationen erstellen, mit denen die Mitarbeiter dann z.B. direkt beim Kunden vor Ort die Vorteile des eigenen Produkts visualisieren können. Auch Unternehmen wie SAP bieten ihren Kunden bereits auf das iPad optimierte Business-Lösungen. Das iPad kann also in vielen Unternehmen eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen IT-Struktur darstellen, denn die Möglichkeiten des Einsatzes scheinen nahezu unbegrenzt.

Sowohl iPad wie auch Cloud Computing können kleinen und mittelständischen Unternehmen zahlreiche Vorteile im Unternehmenseinsatz bieten. Allerdings müssen sich viele Unternehmer erst einmal mit den Einsatzmöglichten auseinandersetzen und auch, wie im Fall des Cloud Computings, ihr Misstrauen gegenüber den neuen technologischen Entwicklungen überwinden.

Setzen Sie in Ihrem Unternehmen bereits auf Cloud Computing-Lösungen oder haben Sie bereits das iPad im Einsatz? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße

André Nagel


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