Erfolgreiche Unternehmensführung XVI: Informieren in Krisenzeiten

20. Juni 2009

In Krisenzeiten sind die Nerven aller Beteiligten angespannt. Daher ist es umso wichtiger, dass Führungskräfte die Krise ernst nehmen. Dazu gehören nicht nur die Versuche, einen Ausweg aus der Krise zu finden. Vergessen Sie Ihre Mitarbeiter nicht! Informieren Sie Ihre Angestellten über die aktuelle Situation. Die Mitarbeiter werden es Ihrem Chef hoch anrechnen, wenn sie über Veränderungen aus erster Hand und nicht aus der Presse erfahren.

Positiver Nebeneffekt:
mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Mitarbeiter überlegen, welchen Teil sie zur Lösung der Probleme beitragen können. Und das kann durchaus von Nutzen sein. Denn in der Regel ist niemand näher an der Produktion, am Verkauf, usw. als die Angestellten. Und so können sie ihrem Vorgesetzten durchaus sinnvolle Vorschläge für Einsparungen oder Produktverbesserungen unterbreiten. Daher ist das oberste Gebot in Krisenzeiten: Kommunikation und Information.

Informieren
Viele Führungskräfte denken fälschlicherweise, es reicht, wenn die Angestellten nur Informationen erhalten, die ihr unmittelbares Aufgabenfeld betreffen. Das stimmt so nicht. Die Information von Mitarbeitern ist unerlässlich im Rahmen der Unternehmensführung. Bei fehlendem oder unvollständigem Informationsfluss, kann Ihr Personal weder mitdenken, noch selbstständig handeln. Ebenso verwehren Sie Ihren Mitarbeitern und sich selbst die Chance, Problemstellungen zu erkennen. Bei optimalen Informationsverhältnissen fallen beispielsweise Situationen auf, in denen ein Kollege Unterstützung bedarf. Wenn klar ist, welche Aufgaben erfüllt werden müssen und mit welchem Ziel, können Ihre Mitarbeiter in Eigenregie Verantwortung übernehmen. Vorausgesetzt, Sie lassen das zu.

Kommunikationswege
Bei der Informationsvermittlung sollten Sie darauf achten, dass die Informationen verständlich sind, um Missverständnisse und Nachfragen zu vermeiden. Überprüfen Sie den Wahrheitsgehalt Ihrer Informationen, bevor Sie diese an die Belegschaft weitergeben. Für einen regelmäßigen Informationsfluss bieten sich z.B. ein unternehmenseigenes Intranet an. Auch Monatsbesprechungen, Newsletter oder die Firmenzeitschrift können für die Informationsübermittlung genutzt werden. Für wichtige Informationen sollten Sie darauf achten, dass Sie ein Medium wählen, dass allen Beteiligten zur Verfügung steht. In existentiellen Angelegenheiten ist der persönliche Dialog der beste Weg.

Kommunizieren und Informieren
Wenn Sie Ihre Mitarbeiter über Veränderungen oder Anforderungen informieren, sollten Sie einige Dinge beachten. Entscheiden Sie vorab, welche Informationen Sie vermitteln möchten. Scheuen Sie sich auch nicht davor, Emotionen zu zeigen. Manchmal kann es hilfreich sein, wenn Sie einfach sagen: „Mein Kind bekommt gerade Zähne und schreit die ganze Nacht. Deshalb bin ich etwas übermüdet und gereizt.“ Ihre Angestellten werden nicht nur Verständnis für Sie haben. Gleichzeitig entfallen die Sorge, warum Sie so schlecht gelaunt sind und Spekulationen, die in diesem Zusammenhang die eigene Person / Leistung betreffen. Ganz nebenbei wird Ihren Mitarbeitern bewusst, dass auch Sie als Führungskraft nur ein Mensch sind. Legen Sie den Sachverhalt deutlich und verständlich da. Vermeiden Sie Wischi-Waschi-Formulierungen. Und geben Sie der Belegschaft die Möglichkeit, ein Feedback abzugeben. Ihre Mitarbeiter fühlen sich dann ernst genommen und Sie erhalten sich die Chance, neue Inspirationen und Lösungsvorschläge zu erhalten. Auch mit negativer Kritik müssen Sie in diesem Zusammenhang umgehen können. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Kommunizieren und Informieren! Weitere Tipps sind wie immer gerne willkommen!

Bis bald, Melanie Schyja

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