Erfolgreich bewerben – miste deinen Lebenslauf aus!

18. Juli 2019

Der Lebenslauf-Check: Was kann raus? Was muss bleiben?

Viele Dinge geben wir im Lebenslauf aus Gewohnheit an oder „weil man das halt so macht“. Aber ist das überhaupt sinnvoll? Wenn du dich auf eine neue Stelle bewirbst, dann solltest du deinen Lebenslauf genau unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls ausmisten. Denn auch beim Lebenslauf gilt oft: weniger ist mehr!

Natürlich möchtest du dich vor deinem potenziellen neuen Arbeitgeber optimal präsentieren. Das sollte jedoch nicht dazu führen, dass du jede Erfahrung und Fähigkeit unreflektiert in deinen Lebenslauf schreibst. Schließlich haben Personaler in der Regel nicht viel Zeit. Achte deshalb unbedingt darauf, dass dein Lebenslauf nicht mehr als zwei Seiten umfasst.

Wichtig ist aber auch, dass der Lebenslauf deine Geschichte erzählt. Und diese Geschichte sollte lückenlos sein und bestmöglich zu der Stelle passen, auf die du dich bewirbst. Ein schlau konzipierter Lebenslauf konzentriert sich deshalb auf die wichtigsten Informationen, die zeigen, dass du die optimale Besetzung für den ausgeschriebenen Job bist. Je schneller der Personalverantwortliche erkennt, dass du der perfekte Kandidat bist, desto größer sind deine Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Die 6 besten Tipps zum Ausmisten deines Lebenslaufes

1. Lebenslauf auf die Stellenausschreibung anpassen

Dein Lebenslauf muss selbstverständlich lückenlos sein. Das heißt, die Grunddaten deiner beruflichen Stationen müssen immer genannt werden. Überlege dir aber für jede Bewerbung neu, welche Erfahrungen, Projekte, Kenntnisse und Interessen für die angestrebte Stelle relevant sind und passe deinen Lebenslauf dementsprechend an. Mit deinem Anschreiben zusammen musst du ein stimmiges Bild erzeugen.

2. Unwichtiges streichen

Wenn du schon etwas länger im Berufsleben stehst, kannst du etwas „radikaler“ ausmisten als ein Berufsanfänger. Nebenjobs, Praktika sowie kurze und befristete Beschäftigungen gibst du nur noch dann an, wenn sie für die aktuellen Stellenausschreibung relevant sind. Ansonsten nehmen diese Informationen die Zeit und Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen nur unnötig in Anspruch.

3. Erfahrung mit Text- und Datenverarbeitungsprogrammen

Noch vor ein paar Jahren war es unglaublich wichtig, Word-, PowerPoint- und Excel-Kenntnisse im Lebenslauf anzugeben. Das kannst du dir heute sparen. Insbesondere in der IT- und Medienbranche wird vorausgesetzt, dass du ausreichend Erfahrung mit Text- und Datenverarbeitungsprogrammen hast und dich gegebenenfalls auch in unbekannte Tools schnell einarbeiten kannst. Unbedingt nennen solltest du aber, wenn du Programmiersprachen beherrscht oder sonstige Spezialkenntnisse hast, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sein könnten.

4. Angabe von Hobbys

Die Rubrik Hobbys musst du nicht grundsätzlich im Lebenslauf streichen. So können außergewöhnliche Freizeitaktivitäten im Vorstellungsgespräch durchaus als Anknüpfungspunkte dienen. Bei gängigen Hobbys wie „Laufen, Schwimmen, Lesen“ solltest du dir genau überlegen, ob die Angabe deiner Bewerbung dient. Große Vorsicht solltest du vor allem bei passiven Beschäftigungen wie Kino oder Fernsehen an den Tag legen. Solche Hobby solltest du nur dann nennen, wenn du dich zum Beispiel in der Film- oder Fernsehbranche bewirbst. Ganz anders sieht es selbstverständlich mit sozialem oder ehrenamtlichem Engagement aus – das macht sich in deinem Lebenslauf immer gut. Damit rückst du nicht nur deine Soft Skills ins richtige Licht, sondern punktest auch mit einer besonders hohen Motivation.

5. Schulbildung und Weiterbildungen

Im Lebenslauf findet die Grundschule üblicherweise keine Erwähnung mehr. Das heißt, du beginnst die schulische Bildung mit deiner ersten weiterführenden Schule. Du verfügst schon über eine mehrjährige Berufserfahrung? Dann kannst du Schulpraktika ebenfalls weglassen. Berufsanfänger hingegen können mit Schulpraktika erste berufliche Erfahrungen nachweisen. Wenn du während der Schulzeit längere Zeit im Ausland verbracht hast, solltest du diese Auslandsaufenthalte unbedingt auch in den Lebenslauf aufnehmen.

Weiterbildungen gehören in den tabellarischen Lebenslauf hinein, wenn du damit eventuelle Lücken überbrückt hast oder sie in einem Zusammenhang mit der angestrebten Stelle stehen. Weiterbildungen, die bereits sehr alt sind oder keinen Bezug zum Job haben, kannst du getrost aussortieren.

6. Achtung beim Ausmisten!

Das Ansetzen des Rotstifts beim Lebenslauf kann auch nach hinten losgehen. Manche Bewerber gehen beim Ausmisten so rigoros vor, dass für den Personaler wichtige Informationen verloren gehen. Besonders ärgerlich ist, wenn der Bewerber zwar den bisherigen Arbeitgeber und den Jobtitel nennt, aber die damit verbundenen Aufgaben unter den Tisch fallen lässt. Achte darauf, dass du den roten Faden in deiner beruflichen Entwicklung unterstreichst. Hierfür sind Details zu Aufgaben, Projekten und Erfolgen in deinen bisherigen Jobs wichtig.

Fazit

Beim Lebenslauf kommt es nicht darauf an, dein gesamtes Schul- und Arbeitsleben bis ins kleinste Detail darzustellen. Viel wichtiger ist, dass du gezielt die Erfahrungen hervorhebst, die für die jeweilige Stelle relevant sind. Also habe Mut zum Ausmisten!

 

Als Berufsanfänger mit weniger Stationen im Lebenslauf solltest du die wichtigsten Dinge auf einer DIN-A4-Seite zusammenfassen. Wenn du schon länger im Berufsleben stehst, kannst du deinen Lebenslauf auf zwei Seiten (aber nicht mehr) darstellen. Wichtig ist auch, dass du deine beruflichen Stationen umgekehrt chronologisch wiedergibst – du beginnst also mit deiner aktuellen Tätigkeit, die in den allermeisten Fällen die größte Relevanz hat.


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