Empfehlungsmarketing beeinflusst weibliche Kaufentscheidungen

28. September 2010

Ein immer wichtiger werdendes Instrument der Neukundengewinnung ist die Mundpropaganda von zufriedenen Kunden. Diese revolutionäre und überaus effektive Marketingstrategie findet vor allem in der weiblichen Konsumentenwelt großen Anklang.

Frauen sind eine begehrte Zielgruppe, denn sie kommunizieren im Durchschnitt dreimal so viel wie Männer. Dieser Drang liegt in der evolutionsgeschichtlichen Natur der Frau. Während Männer auf Beutezug gingen, hüteten die Frauen nicht nur Haus und Kinder, sondern knüpften Kontakte und pflegten Beziehungen, um so ein gutes Klima zu schaffen.

Heute werden soziale Kontakte zunehmend in sozialen Netzwerken gepflegt. Darüber hinaus dienen Portale und Blogs dem Erfahrungsaustausch über die neusten Trends in Sachen Beauty, Mode, Gesundheit u.v.m. Laut einer neuen Studie „Frauen und das Internet in Europa” des Frauenportals goFeminin.de in Zusammenarbeit mit Comscore hat das Internet längst alle anderen Medien verdrängt. Zumindest wenn europäische Frauen sich über die klassisch weiblichen Themen informieren wollen. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Stichprobe aus 5.252 Frauen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und England (SSI Panel), welche Anfang des Jahres durchgeführt wurde.

Längst kann man den Angaben der Hersteller nicht mehr trauen. Der Schummel mit Produktverpackungen ist an dieser Stelle nur ein Beispiel dafür, wie raffiniert Hersteller ihren Absatz – Photoshop sei dank – fördern. Der makellosen, bunten Werbewelt wird eine handfeste, nicht zu unterschätzende und von einigen Anbietern sicherlich gefürchtete Komponente hinzugefügt: Die Erfahrung der Nutzer.

Heute vertrauen viele Internet-Anwender lieber Erfahrungsberichten anderer Nutzer als den Angaben der Hersteller. Nutzergenerierte Produktbewertungen gewinnen aufgrund ihrer Authentizität und ihres Informationsgehalts zunehmend an Glaubwürdigkeit. Meinungen von neutralen Kunden, die bereits Erfahrungen mit dem gewünschten Produkt vorweisen können, haben daher immer mehr Einfluss auf die eigenen Kaufentscheidungen.

Aktuell wirbt das Online-Reiseportal Reisen.de mit einem TV-Spot, der sich den Trend zum Empfehlungsmarketing zu Nutze macht: „Bei Reisen.de sagen Ihnen die Urlauber, wie gut Ihr Hotel wirklich war. Das Reisen.de Gütesiegel steht für ehrliche Bewertungen“.

Wie viel Einfluss nehmen Produktbewertungen auf Ihre Kaufentscheidungen und wie viel Glaubwürdigkeit schenken Sie diesen wirklich?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Nadine Hoeltig


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Kommentare

Freeforall sagt:

Natürlich ist Mundpropaganda eines der wichtigsten Instrumente!
Euroweb ist an dieser Stelle ganz besonders zu Empfehlen und sehr Kompetent auf diesem Gebiet:

http://www.nerdcore.de

Ich denke, es hängt auch davon ab, in welcher „Produktwelt“ man sich befindet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich beispielsweise im Automobilumfeld vor allem Männer austauschen. Autobauer screenen daher inzwischen auch bestimmte Foren und Communities mit eigenen Programmen.

Carsten sagt:

Unsere Firma die eher Online seine Kunden gewinnt freut sich immer wieder über Marketing durch unsere Kunden. Allerdings sind es bei uns fast immer Männer die uns weiterempfehlen. Es könnte allerdings auch daran liegen, dass noch wenige Frauen in solchen Abteilungen der Firmen sitzen.

Die männliche Zielgruppe ist natürlich nicht außer Acht zu lassen. Dennoch sind Frauen die größere und deswegen gerade im Bereich Empfehlungsmarketing derzeit vielleicht die begehrtere Zielgruppe für Unternehmen. Wir haben eben den größeren Drang danach, uns mitzuteilen. 🙂

Es ist wirklich interessant, welchen Stellenwert Empfehlungsmarketing in der heutigen Zeit einnimmt – mit steigender Tendenz.

Nutzermeinungen sind ehrlicher und informativer, weil man so auch etwas über die möglichen Nachteile dieses Produktes erfährt.

Luise sagt:

mich verwundert die Erkenntnis überhaupt nicht!! Wie soll man sich denn auch sonst durch den Konsumdschungle kämpfen, wenn nicht mittels Empfehlungen von Bekannten und Freunden?? Trotzdem treffe ich jedoch vor jedem Kauf meine eigene Entscheidung für oder gegen ein Produkt selbst!

Ein sehr schöner Artikel Frau Hoeltig, nur bei einem Punkt muss ich wiedersprechen. Empfehlngsmarkezing beeinflusst nicht „nur“ weibliche Kaufentscheidungen.

?????

VG aus Sachsen

Michél Walther

Freeforall sagt:

Natürlich ist Mundpropaganda eines der wichtigsten Instrumente!
Euroweb ist an dieser Stelle ganz besonders zu Empfehlen und sehr Kompetent auf diesem Gebiet:

http://www.nerdcore.de

Ich denke, es hängt auch davon ab, in welcher „Produktwelt“ man sich befindet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich beispielsweise im Automobilumfeld vor allem Männer austauschen. Autobauer screenen daher inzwischen auch bestimmte Foren und Communities mit eigenen Programmen.

Carsten sagt:

Unsere Firma die eher Online seine Kunden gewinnt freut sich immer wieder über Marketing durch unsere Kunden. Allerdings sind es bei uns fast immer Männer die uns weiterempfehlen. Es könnte allerdings auch daran liegen, dass noch wenige Frauen in solchen Abteilungen der Firmen sitzen.

Die männliche Zielgruppe ist natürlich nicht außer Acht zu lassen. Dennoch sind Frauen die größere und deswegen gerade im Bereich Empfehlungsmarketing derzeit vielleicht die begehrtere Zielgruppe für Unternehmen. Wir haben eben den größeren Drang danach, uns mitzuteilen. 🙂

Es ist wirklich interessant, welchen Stellenwert Empfehlungsmarketing in der heutigen Zeit einnimmt – mit steigender Tendenz.

Nutzermeinungen sind ehrlicher und informativer, weil man so auch etwas über die möglichen Nachteile dieses Produktes erfährt.

Luise sagt:

mich verwundert die Erkenntnis überhaupt nicht!! Wie soll man sich denn auch sonst durch den Konsumdschungle kämpfen, wenn nicht mittels Empfehlungen von Bekannten und Freunden?? Trotzdem treffe ich jedoch vor jedem Kauf meine eigene Entscheidung für oder gegen ein Produkt selbst!

Ein sehr schöner Artikel Frau Hoeltig, nur bei einem Punkt muss ich wiedersprechen. Empfehlngsmarkezing beeinflusst nicht „nur“ weibliche Kaufentscheidungen.

?????

VG aus Sachsen

Michél Walther