Ein sicheres soziales Netzwerk für Kinder?!

09. März 2017

Kinder interessieren sich heutzutage immer früher für das World Wide Web und damit meist auch für die Nutzung von sozialen Netzwerken. Das große Problem? Die beliebten sozialen Netzwerke wie Snapchat und Instagram dürfen erst ab zwölf Jahren genutzt werden – Facebook sogar erst ab  dreizehn Jahren. Mit Lego Life ist jetzt eine soziale Plattform an den Start gegangen, die sich speziell an Kinder zwischen fünf und dreizehn Jahren richtet und neue Maßstäbe bei der Kindersicherheit setzen möchte.

Ähnlich wie auf den großen Netzwerken wie Instagram und Pinterest stehen auch bei Lego Life visuelle Inhalte im Vordergrund. Kinder können Fotos und Videos ihrer eigenen Lego-Bauwerke hochladen und die Kreationen anderer Nutzer bewundern. Die sogenannten Challenges sollen die Nutzer dazu animieren, Dinge nach bestimmten Vorgaben zu bauen und mit den anderen Nutzern zu teilen. Wer will, kann den Accounts anderer User oder Lego-Charakteren folgen sowie Beiträge liken oder mit Lego-Emojis kommentieren. In der Spiele-Community finden sich zudem Rätsel, Bauanleitungen und vieles mehr, was Kindern Spaß macht. Das Spielen und die Inspirationssuche stehen bei Lego Life also klar im Vordergrund.

Welche Maßnahmen machen Lego Life für Kinder sicher?

Der vor allem für seine bunten Bausteine bekannte Spielzeughersteller Lego hat bei der Entwicklung seines Netzwerks nach eigenen Angaben eng mit der Kinderschutzorganisation Unicef zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die Plattform für Kinder sicher ist. Der große Unterschied zu den Netzwerken für Erwachsene ist, dass keine Klarnamen und Fotos von Menschen verwendet werden dürfen, um die wahre Identität der Kinder zu schützen. Jedes Kind darf sich einen phantasievollen Benutzernamen ausdenken und eine eigene Minifigur als Avatar erstellen.

Wie auch in den Social-Media-Netzwerken für Große spielen Fotos und Videos bei Lego Life eine große Rolle. Allerdings dürfen im Lego-Netzwerk nur Kreationen aus den bunten Bausteinen gezeigt werden. Bevor die Inhalte online gehen, werden sie geprüft. Fotos und Videos, die echte Menschen zeigen oder nichts mit der Lego-Welt zu tun haben, werden nicht veröffentlicht.

Da in den sozialen Medien auch immer die Interaktion mit den anderen Nutzern im Vordergrund steht, gibt es selbstverständlich auch bei Lego Life die Möglichkeit Beiträge zu kommentieren. Dabei können die von Lego Life veröffentlichten Beiträge ganz normal mit Text kommentiert werden. Um Hasskommentare und Mobbing zu verhindern, können Postings anderer Kinder jedoch nur mit Lego-Emojis bedacht werden. Eine Chat-Funktion gibt es nicht.

Fazit:

Soziale Netzwerke sind aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Durch die fortschreitende Digitalisierung nutzen auch Kinder immer früher das Internet und möchten die Möglichkeiten der sozialen Plattformen erkunden. Studien zeigen, dass sich viele Kinder bereits in einem Alter von 11 Jahren auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Co. anmelden – Netzwerke also, die nicht gerade für Kinderfreundlichkeit und -sicherheit stehen. Lego geht da einen Schritt in die richtige Richtung, um die Faszination der sozialen Netzwerke in einem für Kinder sicheren Rahmen erlebbar zu machen. Abzuwarten bleibt, ob das Netzwerk aufgrund der eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Nutzern nicht sehr schnell langweilig wird und seinen Reiz verliert.

Lego Life ist derzeit nur als App für iOS- und Android-Geräte in Apples App Store und bei Google Play gratis erhältlich. Eine Browser-Version ist nicht verfügbar. Wie Lego versichert, kostet die App auch nach dem Download keinen Cent. Verdeckte Kosten durch In-App-Käufe oder ähnliches sind also nicht zu befürchten.


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