Ein Hund im Büro? Die Vor- und Nachteile von Bürohunden

13. Februar 2020

Warum die felligen Vierbeiner immer öfter in Büros zu finden sind

Tummeln sich bei dir im Büro auch schon süße Vierbeiner? Bürohunde liegen voll im Trend! Kein Wunder, schließlich ist ein Hund im Büro ein echter Sympathiefaktor. Aber auch darüber hinaus soll der beste Freund des Menschen ein wahrer Segen für den Arbeitsalltag sein. Im Folgenden möchten wir den Vor- und Nachteilen eines Bürohundes auf die Spur kommen!

Weniger Stress und gute Stimmung dank Bürohund?

Studien zufolge sind Hunde im Büro echte Glücksbringer. Verschiedene Studienergebnisse belegen einen positiven Einfluss auf die Stressresistenz, die Gesundheit, das Konzentrationsvermögen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Schon allein durch ihre Anwesenheit reduzieren die Vierbeiner Stress und lassen uns produktiver arbeiten. Grund dafür ist unter anderem das Hormon Oxytocin, das beim Betrachten oder Streicheln eines Hundes im menschlichen Körper ausgeschüttet wird. Oxytocin senkt den Blutdruck, verlangsamt die Herzfrequenz, aktiviert das Belohnungshormon Dopamin und hilft dabei, das Stresshormon Cortisol abzubauen. Und das Beste daran? Diese Wirkung hat der Bürohund nicht nur auf den Halter, sondern auch auf alle anderen Kollegen, die ihm Streicheleinheiten schenken oder ihn in der Pause ausführen.

Bürohunde tragen aktiv dazu bei, das Stresslevel der Mitarbeiter zu senken. Sie wirken sich dadurch nicht nur positiv auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus, sondern senken auch das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko, verhindern Depressionen und minimieren die Gefahr einer Burnout-Erkrankung. Darüber hinaus haben weitere Faktoren einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Büromitarbeiter. So sorgen zum Beispiel die notwendigen Spaziergänge für regelmäßige Pausen und Bewegung an der frischen Luft. Und auch kleine Spielpausen mit dem Hund helfen dabei, Anspannung und Stress abzubauen und wieder produktiver arbeiten zu können.

Aber nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter profitiert! Die Studien zeigen, dass der Feel Good Manager auf vier Pfoten einen wichtigen Teil zum Arbeitsklima und zur Motivation im Team beiträgt und das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Bürohunde sorgen für eine entspannte Arbeitsatmosphäre, in der neue Mitarbeiter schneller integriert werden.

Die tierischen Kollegen haben zudem einen positiven Effekt auf die berufliche Motivation und die Loyalität der Mitarbeiter gegenüber dem Arbeitgeber. Die Hundehalter, die ihren vierbeinigen Liebling mit zur Arbeit bringen dürfen, sind überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem Job. So können Bürohunde die Attraktivität des Unternehmens nach innen und außen stärken.

Diese Punkte müssen beim Projekt Bürohund unbedingt bedacht werden!

Die vielen Vorteile eines Bürohundes haben dich überzeugt? Dann ist es trotzdem keine gute Idee, einfach mit deinem Hund im Schlepptau im Büro aufzutauchen. Erstens ist die Erlaubnis der Geschäftsleitung absolut notwendig. Zweitens wird es problematisch, wenn Kollegen panische Angst vor Hunden haben. Deshalb ist es wichtig, dass das aufrichtige Einverständnis aller Mitarbeiter vorliegt.

Denk immer daran, dass natürlich niemand der Buhmann sein möchte, der Nein zum Hund sagt. Hier musst du also viel Fingerspitzengefühl beweisen, dass am Ende wirklich alle mit der Situation zufrieden sind. Ein Ausschlusskriterium ist natürlich auch, wenn einer aus dem Team allergisch auf Hundehaare reagiert. Dann geht selbstverständlich die Gesundheit vor und dein Vierbeiner muss zu Hause bleiben.

Bedenke unbedingt auch, dass nicht jeder Hund als Bürohund geeignet ist. Nur ein Hund, der gut erzogen ist und aufs Wort gehorcht, kommt überhaupt als vierbeiniger Feel Good Manager infrage. Ein Bürohund darf weder aggressiv noch stressanfällig sein. Wichtig ist auch, dass er Kollegen und Besucher nicht anbellt oder anspringt und dass er keine Probleme damit hat, sich mal längere Zeit still zu verhalten. Außerdem muss der Hund geimpft und entwurmt sein und du solltest unbedingt eine Hundehaftpflichtversicherung für ihn abschließen.

Ein ganz wichtiges Kriterium ist auch, dass ausreichend Platz für den Hund im Büro ist. Er braucht einen festen und möglichst stillen Ort mit Schlafplatz, Wassernapf und tiergerechtem Spielzeug, an den er sich jederzeit zurückziehen kann. Achte unbedingt auch auf Stresssignale deines Hundes. Verursacht das unter Umständen geschäftige Umfeld im Büro oder der Arbeitsweg langfristig Stress, ist dein vierbeiniger Liebling wahrscheinlich besser in seiner gewohnten Umgebung oder bei einer Betreuungsperson aufgehoben.

Fazit

Sind alle Voraussetzungen erfüllt und sowohl deine Chefs als auch deine Kollegen dafür, dann sprechen viele Vorteile für einen Hund im Büro. Er senkt das Stresslevel, sorgt für Bewegung und leistet so einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiter.

Welche Erfahrungen hast du mit Bürohunden gemacht? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!


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Kommentare

Luisa Giebel sagt:

@Der Bernd Genau daran musste ich auch direkt denken! 😀

Grüße!

Der Bernd sagt:

„Ein Hund im Büro!?“ – Super! 👏🏻:-D

Stromberg lässt grüßen.