Die richtige Schriftgestaltung für Ihre Firmenhomepage

29. Januar 2016

Ihre Firmenhomepage verzeichnet hohe Absprungraten, obwohl sie ein tolles Design und hochwertige Inhalte zu bieten hat? Dann sollten Sie die Lesbarkeit Ihrer Webseitentexte überprüfen. Denn oftmals ist die Schriftgestaltung so wenig einladend, dass sich Besucher Ihrer Seite erst gar nicht mit den Texten beschäftigen und lieber auf einer anderen Seite ihr Glück versuchen. Ursachen, warum Texte optisch schwer zu lesen sind, gibt es viele. Die häufigsten sind eine unleserliche Schriftart, ein farbiger Hintergrund, von dem sich die Schriftfarbe zu wenig absetzt oder zu lange Zeilen, bei denen man beim Lesen in den Zeilen verrutscht.

Besonders wichtig ist auch, dass die mobile Version Ihrer Website mit einer leserfreundlichen Schrift überzeugt. Denn auf dem kleinen Display von Smartphone und Co. wirkt sich eine schwer lesbare Schrift noch gravierender aus. Damit die Schriftgestaltung Ihrer Firmenhomepage einen guten Eindruck bei den Besuchern Ihrer Seite hinterlässt, haben wir 6 hilfreiche Tipps zur Webtypografie für Sie zusammengestellt.

6 Tipps für eine gelungene Webtypografie

1. Geeignete Schriftart auswählen:

Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Schriften: Serifenschriften und serifenlose Schriften. Serienschriften erkennt man an den Querstrichen („Füßchen“), die den Buchstaben am Ende abschließen. Diesen Querstrich nennt man Serife. Times New Roman oder Georgia sind bekannte Serienschriften. Beliebte serifenlose Schriften sind beispielsweise Arial und Verdana. Serifenschriften wirken verspielter und dekorativer und eignen sich deshalb beispielsweise für Überschriften. Serifenlose Schriften hingegen sind formal reduzierter und auf dem Bildschirm einfach lesbar. Sie sind deshalb perfekt für den Fließtext.

2. Die richtige Schriftgröße:

Auch die richtige Schriftgröße ist für eine gute Lesbarkeit entscheidend. Achten Sie darauf, dass Ihre Texte auch bei unterschiedlichen Bildschirmgrößen (zum Beispiel auf dem Smartphone) ohne Anstrengung gelesen werden können. Für eine gelungene Gliederung des Textes empfiehlt es sich, eine Hauptüberschrift und mehrere Zwischenüberschriften zu setzen, die sich durch eine größere Schriftgröße vom übrigen Text abheben. Durch die größere Darstellung werden die Überschriften bevorzugt wahrgenommen. Der Leser kann so schneller das Thema der Seite erfassen und entscheiden, ob er den Text lesen möchte. Um einen harmonischen Gesamteindruck zu erzeugen, wird die Schriftgröße der Überschrift an die Größe des restlichen Fließtextes angepasst. Ideal ist für die H1 ein Verhältnis von 2,5 zur Größe des übrigens Texts. Die Zwischenüberschriften werden dann jeweils etwas kleiner dargestellt.

3. Der optimale Zeilenabstand und die richtige Zeilenlänge

Auch mit dem richtigen Zeilenabstand können Sie den Lesekomfort steigern. Ideal ist es, wenn der Zeilenabstand mindestens dem Wert 1,46 (Goldener Schnitt) der Schriftgröße entspricht. Ist der Zeilenabstand geringer, wird das Lesen anstrengender. Der richtige Zeilenabstand sorgt nämlich dafür, dass das Auge den Anfang der nächsten Zeile leicht findet. Wichtig für den Lesekomfort und ein harmonisches Textbild ist neben dem Zeilenabstand auch die Zeilenlänge. Dabei gilt als Faustregel: Je länger die Zeilen sind, desto größer sollte auch der Zeilenabstand sein.

4. Geeignete Farben wählen:

Für das einfache Erfassen der Texte spielt auch die Schriftfarbe sowie die Farbe des Hintergrunds eine große Rolle. Der klassische Hell-Dunkel-Kontrast (schwarze Schrift auf weißem Hintergrund) ermöglicht die beste Lesbarkeit. Hellere Schriftfarben haben zwar oftmals eine edlere Wirkung, sind jedoch je nach Lichteinfall nur schwer lesbar. Auch hier gilt also wieder: Die Lesbarkeit sollte unbedingt vor der Optik stehen!

5. Textstellen hervorheben

Da Webseitentexte oftmals nur überflogen werden, kann es sinnvoll sein, den Leser durch Hervorhebungen auf wichtige Textstellen aufmerksam zu machen und ihn so beim Lesen zu lenken. Die gängigste Methode für Hervorhebungen in der Webtypografie ist der Fettdruck. Die Hervorhebung durch kursive Schriften oder Unterstreichungen eignet sich dagegen bei Webtexten weniger, da kursive Schriften oftmals nur schwer lesbar sind und Unterstreichungen üblicherweise der Kennzeichnung von Links dienen. Auch Großbuchstaben sind ungeeignet, um Wörter oder Passagen hervorzuheben. Großbuchstaben stören den Lesefluss und der Leser könnte sich von Ihnen geradezu angeschrien fühlen.

6. Linksbündig oder zentriert?

Da wir von links nach rechts lesen, empfiehlt es sich, den Fließtext linksbündig auszurichten. Überschriften oder beispielsweise Zitate können zentriert gesetzt werden. Beim linksbündigen Flattersatz laufen die Zeilenenden frei aus und unterstützen dadurch das Auge dabei, den Anfang der neuen Zeile zu finden. Von der Verwendung des Blocksatzes sollten Sie deshalb bei Webtexten absehen.


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