Die Internet-Zwei-Klassen-Gesellschaft

18. November 2010

Eine im Auftrag von T-Mobile A durchgeführte Studie des Meinungsforschungsinstituts Peter Hajek zeigt, dass das Internet im ländlichen Raum einen immer größer werdenden Stellenwert einnimmt. Vor allem die jüngere Generation unter den Landwirten hat das Internet für sich entdeckt. Bereits 94 Prozent der unter 30-jährigen Befragten nutzen einen Internetzugang.

Privathaushalte, Kommunen und Landwirte außerhalb der Ballungsräume haben jedoch das Nachsehen. Denn die Versorgung mit Breitband-Technologie in kleinen Gemeinden auf dem Land oder mit geringer Einwohnerdichte weist noch zahlreiche Lücken auf. Viele Gemeinden ergreifen nun die Initiative, um die Breitbandanbindung Ihrer Bevölkerung und der dort ansässigen Unternehmen voranzubringen. Ohne Förderung des Staates und Eigenbeteiligung durch die Gemeinden ist dies allerdings fast unmöglich. Nur so lässt sich die in vielen Fällen für Breitbandanbieter essenzielle Wirtschaftlichkeitslücke schließen. Denn für viele Telekommunikationsunternehmen sind Investitionen in diesen dünn besiedelten Regionen schlichtweg unrentabel.

Weiterentwicklungen wie zum Beispiel Richtfunk- oder Satelliten-DSL erhöhen zusätzlich die Chance auf Breitbandanbindung auch für kleinere Gemeinden. Gerade in Gegenden ohne DSL-Verfügbarkeit, bilden sie eine kostengünstige Alternative zum Ausbau mit Glasfaser- oder Kupferleitungen.

Die Voraussetzungen für eine Breitbandanbindung der Gemeinden hat die Bundesregierung dabei bereits im letzten Jahr mit einer eigenen Breitbandstrategie geschaffen. Denn langsame Verbindungen machen keinen Spaß und bedeuten besonders für die angesiedelten Unternehmen einen wirtschaftlichen Standortnachteil. Auch die Wettbewerbsfähigkeit ist dadurch stark beeinträchtigt, denn das Internet bietet Unternehmen viele Chancen zur Optimierung der Beschaffung und des Vertriebs der eigenen Produkte und Dienstleistungen.

Immer mehr Firmen haben den Einfluss des Internets als Wirtschaftsfaktor zur Präsentation des eigenen Unternehmens und Pflege wichtiger Netzwerke erkannt und profitieren davon. Aber was nützt ein professioneller Webauftritt, wenn man diese Potenziale aufgrund von Versorgungslücken und mangelndem Ausbau nicht ausschöpfen kann? Firmenabwanderungen in den betroffenen Regionen sind häufig die Folge.

Den Ergebnissen der Studie „Deutschland Online“ zufolge, nimmt das Internet inzwischen einen festen Platz im Alltag der Bevölkerung und im Tagesgeschäft der Unternehmen ein und bringt nachhaltige Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Wie wichtig ist Ihnen das Internet in Ihrem täglichen Leben? Surfen Sie über eine optimale Breitbandanbindung oder steht in Ihrer Gegend auch noch kein schnelles Internet zur Verfügung?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße,

Nadine Höltig


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