Die größten Webdesign-Trends 2019

31. Januar 2019

Nicht nur technische, sondern auch visuelle Trends entwickeln sich immer schneller. Da gilt es auf dem Laufenden zu bleiben. 2019 wird es bunt im Webdesign – das können wir dir vorab verraten. Vorgegebene Regeln werden gebrochen und die Popkultur erhält weiter Aufwind. Daneben steht aber auch die einfache Bedienbarkeit der Webseiten im Mittelpunkt.

1. Typografie

Bei Webseitenfonts gelten seit jeher strenge Regeln. Bestimmt hast du auch schon mal die Regel gehört, dass Serifenschriften für Print-Medien und Sans-Serif-Schriften für das Internet sind. Doch diese Konventionen werden 2019 gebrochen.

Zwar sind serifenlose Schriften durch ihre einfache Lesbarkeit immer noch die erste Wahl für längere Webtexte – doch Serifenschriften kommen immer öfter als Stilmittel, wie zum Beispiel bei Überschriften und Textboxen, zum Einsatz. Und dafür gibt es auch einen guten Grund. Serifenschriften erinnern an Handschriften und wurden designt, um dekorativ zu sein. Sie sind dadurch ideal, um etwas hervorzuheben.

Tipp: Achte darauf, dass du nicht mehr als drei verschiedene Schriften auf einer Seite verwendest, damit das Erscheinungsbild nicht chaotisch und unruhig wirkt. Idealerweise setzt du auf Webfonts, wie zum Beispiel Google Fonts.

2. Videos als bewegte Hintergründe

Mittlerweile dürfte jedem klar sein, dass Videos heutzutage auf keiner Website mehr fehlen dürfen. Auch auf der Firmenhomepage ist ein Unternehmensvideo zum Standard geworden. Ein neuer Trend ist, dass Videos als Full-Screen-Hintergründe genutzt werden. Auf das bewegte Hintergrundbild werden dann zum Beispiel das Logo, Menü, Text und mehr gelegt.

Wir denken, fühlen und erleben durch die Augen. Videos werden dadurch viel unmittelbarer wahrgenommen als geschriebene Inhalte. Sie vermitteln Dynamik, Atmosphäre und Emotionen. Eine bewegte Hintergrundgestaltung wird deshalb oft mit dem Ziel eingesetzt, den Besucher in eine gewünschte Stimmung zu versetzen und Gefühle zu erzeugen. Anstatt ein Produkt verkaufen zu wollen, verkauft man ein Gefühl.

Ein gutes Beispiel ist hier etwa ein Shop, der Surfbretter anbietet. Anstatt bloß die Bretter mit Preis darzustellen, weckt ein Video von einem Surfer sofort Emotionen und Sehnsucht. Der Webseitenbesucher wird dadurch viel schneller bereit sein, sich weiter umzuschauen und auch einzukaufen.

Tipp: Das Video sollte unbedingt stumm sein, damit Webseitenbesucher beim Öffnen der Website nicht erschrecken – besonders unangenehm, wenn man die Seite in einer stillen Umgebung öffnet und plötzlich der Ton laut abgespielt wird. Beachtet werden muss aber auch, dass automatisch startende Videos die Ladezeiten der Website in die Länge ziehen können – das musst du unbedingt vermeiden.

3. Collagen / Kacheldesign

Collagen klingen für dich nach Kindergarten oder Grundschule? Diese Assoziation solltest du 2019 noch mal überdenken. Denn moderne Fotocollagen werden im Webdesign immer beliebter. Was sie mit den Collagen aus Kindheitstagen gemeinsam haben? Sie sind bunt, schrill, überladen und sehen ein wenig nach do it yourself aus. Wer Collagen oder Kacheln bei der Layoutgestaltung gezielt einsetzt, kann dadurch ein ganz besonderes Design erstellen, das auf jeden Fall die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zieht.

4. Retro Design

Retro Chic ist in – und das nicht nur, wenn es um das Thema Wohnen und Einrichten geht. In vielen Bereichen bewegen wir uns designtechnisch seit einiger Zeit zurück ins 20. Jahrhundert. Die Popkultur lässt grüßen – es wird bunt, auffällig und schräg. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Webseiten beim Design an den 60er, 70er und 80er Jahren orientieren – denn was sich in unseren Wohnzimmern gut macht, sorgt auch auf Webseiten für echte Hingucker.

5. Natürliche, organische Formen

Gerade Linien und geometrische Strukturen wie Quadrate, Rechtecke und Dreiecke werden 2019 im Webdesign allmählich durch fließende und organische Formen ergänzt und abgelöst. Im Gegensatz zu geometrischen Formen, die ein Gefühl von Stabilität erzeugen, stehen natürliche Formen und weiche Linien für Zugänglichkeit, Spontanität und Wohlbefinden. Da organische Formen von Natur aus asymmetrisch und unvollkommen sind, können sie dem Design einer Seite eine besondere Tiefe verleihen. Ziel ist, dass sich das Webdesign für den Besucher menschlich und lebendig anfühlt.

6. Whitespace und Minimalismus

Es wird 2019 aber nicht nur bunt und wild – als Gegentrend lässt sich eine minimalistische Gestaltung und der Einsatz großer, leerer Flächen beobachten. Durch den großflächigen Einsatz von weißem Raum wirkt eine Website sehr übersichtlich – die weißen Flächen bieten Platz zum Atmen. Der Fokus wird so automatisch direkt auf das Wesentliche gelenkt.

Je weniger Inhalte und Elemente auf einer Website zu finden sind, desto weniger wird der Besucher vom Wesentlichen abgelenkt. Besonders empfehlenswert ist der Einsatz von weißen Flächen zwischen einzelnen inhaltlichen Abschnitten einer Seite. So wird nicht nur die Lesbarkeit erhöht, der Nutzer kann auch leichter die wichtigsten Informationen aufnehmen. Er findet schneller, wonach er sucht.

7. Mikrointeraktionen

Animationen erfreuen sich schon seit längerer Zeit immer größerer Beliebtheit. 2019 werden Webseiten noch ein bisschen interaktiver. Der neueste Trend sind sogenannte Mikrointeraktionen. Jedes Mal, wenn du eine kleine Aktion auf einer Seite ausführst und es darauf eine Reaktion gibt, ist dies eine Mikrointeraktion. Dazu zählen zum Beispiel Hover- und Scroll-Animationen oder Töne.

Mikrointeraktionen beziehen den Besucher ein und geben ihm dezent Rückmeldung zu seinen Handlungen auf der Seite, zum Beispiel wenn er über einen Button fährt und sich die Farbe ändert. Sie helfen so dabei, den User durch die Seite zu leiten. Darüber hinaus können die Interaktionen auch einfach nur den Besucher begeistern und so dazu beitragen, dass er länger auf der Seite verweilt.

8. Inklusion

Das Thema Barrierefreiheit spielt auch im World Wide Web eine immer größere Rolle. Webseiten werden barrierefreier und bieten so auch Nutzern mit Handicap Zugang. Ziel ist es, das Netz und seine Informationen für jedermann zugänglich zu machen. Dazu können zum Beispiel starke Kontraste sowie große und vor allem auch lesbare Schriften oder auch die Erfassbarkeit durch Screenreader beitragen.

Fazit

Die Webdesign-Trends 2019 bringen Ästhetik und Technologie wie niemals zuvor zusammen. Es wird experimenteller und Regeln werden gebrochen. Andererseits geht die Entwicklung zu übersichtlichen Seiten mit vielen Leerräumen und zu einer barrierefreien Gestaltung. Scrollen und dauerhafter Mittelsatz sind für jede Seite ein Muss!

Was sind für dich die größten Trends im Webdesign 2019? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!


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