Das iPad und die Konkurrenz

02. Dezember 2010

Am 27. Januar 2010 begann in den Augen Apples die Revolution der Art, wie wir Computer in Zukunft bedienen werden. Betrachtet man allein die Verkaufszahlen, so hat Apple mit dem iPad in jedem Fall  erfolgreich eine neue Nische besetzt. Über drei Millionen verkaufte Geräte allein in den ersten 80 Tagen des Verkaufsstarts. Allein im Geschäftsjahr 2011 wird Apple Analysten zufolge fast 50 Millionen iPads verkauft haben. Nach knapp einem halben Jahr auf dem Markt stellt sich allerdings die Frage, ob es wirklich die von Apple versprochene Revolution ist?

Immerhin ist der Hype um das iPad immer noch ungebrochen und steht dem um das iPhone in nichts nach. Trotz allem ist das iPad für viele nüchtern betrachtet nicht viel mehr als ein iPhone mit 9,7 Zoll Bildschirm. Fehlende USB-Anschlüsse sowie das geschlossene Betriebssystem, der spiegelnde Bildschirm und die nicht vorhandene Flash-Unterstützung zeigen, dass Apple sicher kein perfektes Gerät entworfen hat. Das iPad ist wohl nicht die erhoffte Revolution, sondern vielmehr die konsequente Evolution des iPhone-Konzepts. Aber warum verkauft sich das iPad so unglaublich gut? Fernab aller Testerberichte und der vielen Kritikpunkte ist es wohl vor allem das Gefühl, ein Stück fortschrittliche, sehr gut verarbeitete Technologie in den Händen zu halten.

Der bisherigen Marktdominanz des iPads setzen mittlerweile einige Hersteller konkurrenzfähige Alternativen entgegen. Allerdings entwickelt auch Apple sein Tablet kontinuierlich weiter und stellte erst vor kurzem das neue Betriebssystem iOS 4.2 vor, das unter anderem nun Multitasking ermöglicht.

Die Konkurrenz im Überblick

HP-Slate

HP hat erst Ende Oktober sein iPad-Pendant „Slate“ vorgestellt. Gegenüber dem iPad verfügt das „Slate“ über einen besseren Prozessor, einen stärkeren Grafikchipsatz sowie einen integrierten Cardreader. Mehr noch als das überzeugt allerdings der USB-Anschluss und die Kamera auf Front- und Rückseite; die wesentliche Voraussetzung, um mit dem Gerät Videotelefonie zu betreiben. Übrigens eine Funktion, die viele Anwender beim iPad schmerzlich vermissen. Zwei große Nachteile hat das HP-Tablet allerdings doch: Mit fünf Stunden Akku-Laufzeit hält es nur ungefähr halb so lang durch wie das iPad und unterstützt zudem kein UMTS, sondern nur WLan. Vorläufig ist das „Slate“ nur in den USA erhältlich.

Dell Streak

Das Dell Tablet „Streak“ ist erst seit kurzem auf dem Markt und verfügt über einen fünf Zoll großen Bildschirm und wird mit dem Google-Betriebsystem Android betrieben. Auch wenn die Bedienung touch-basiert ist, handelt es sich weniger um ein iPad-Pendant, als vielmehr um ein größeres Smartphone. Das beweist auch die integrierte Telefonfunktion (SIM-Card), die aber aufgrund der Größe des Geräts nicht wirklich komfortabel ausfällt. Mit knapp 550 Euro liegt es mit dem iPad preislich gleichauf.

WeTab

Als iPad-Killer angekündigt, hat die WeTab GmbH aus Berlin im September ihr „WeTab“ vorgestellt. Ein größeres Display (11,6 Zoll) und das angepasste Android Betriebssystem sollten die Käufer überzeugen. Die hohen Erwartungen erfüllte das WeTab allerdings nicht, vielmehr endete der Verkaufsstart in einem Fiasko. Erst die gefälschten Bewertungen auf Amazon und zusätzlich das vor Fehlern strotzende Betriebssystem. Der angekündigte ernsthafte iPad-Konkurrent ist das WeTab in jedem Fall nicht geworden.

Galaxy Tab

Dem iPad Paroli bieten kann momentan wohl nur das von Samsung vertriebene „Galaxy Tab“. Ein 7 Zoll Bildschirm und das optimierte Android-Betriebssystem sowie seine zusätzliche Telefonfunktion machen es zum idealen Begleiter für unterwegs. Allerdings macht das Galaxy Tab im Vergleich zum iPad schon gut drei ½ Stunden eher schlapp, ist allerdings dafür auch kleiner und leichter als der Konkurrent. Das Galaxy Tab überzeugt auch vor allem mit seiner Verarbeitung. Mit 629 Euro im freien Handel bewegt es sich leicht über dem Preisniveau des iPads, hat dafür allerdings auch einiges mehr zu bieten.

Google plant gerüchteweise auch den Einstieg auf dem Tablet-Markt mit einem von HTC hergestellten und dem Chrome-OS betriebenen „Google Pad“. Der Veröffentlichungstermin ist allerdings noch ungewiss. Google wird 2011 höchstwahrscheinlich mit seinem „Gingerbread“ getauften Android-Betriebssystem dem Markt neuen Schwung verleihen. Hersteller wie Motorola und LG haben bereits angekündigt, mit ihren Tablet-Modellen noch bis zur Vorstellung des Systems zu warten.

Was halten Sie von Tablets wie dem iPad oder Galaxy Tab? Besteht bei Ihnen Bedarf nach einem solchen Gerät? Werden Tablets irgendwann die klassischen Laptops vom Markt verdrängen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße,

André Nagel


Kommentare

  1. Hallo,

    kurz ein Kommentar zum Samsung Galaxy Tab.
    Das Pad sieht sehr attraktiv aus, da z.B. bei einem unser Technik Medienriesen die Pads alle nebeneinander aufgebaut sind, ist ein eigener Vergleich möglich.
    Hierbei stellt sich ein Problem da. Gerade für die Nutzer, die das Tab auch zum „Surfen im WWW“ nutzen möchten.
    Der Browser lädt, falls vorhanden die WAP Seiten. Beispiel http://www.bild.de landet auf wap.bild.de hierbei ist dann keine Zoomfunktion vorhanden, die Seite wird sowas von groß dargestellt, das es sehr umständlich ist in Ruhe einen Artikel zu lesen. Konkurrent IPad bietet eben durch die zwei Finger Zoom Technik hervorrangende Eigenschaften zur Betrachtung von Webseiten.

    Es ist schade man hätte schon mehr von Samsung erwartet, das Grundlagen die ein Pad erst zu einem persönlichen Schmuckstück verwandeln nicht eingearbeitet wurden.

    Vom Funktionsumfang ist das Samsung natürlich etwas besser ausgestattet. Auch hat Samsung durch die Software „AllShare“ alle Samsung Geräte kompatibel gemacht.
    Samsung Notebooks, Samsung LCD/LED/Plasma TVs, Handys das sind schöne Features wenn alle Geräte komfortabel miteinander kommunizieren können.

    Mein Fazit:
    Das Samsung Tab muss sich noch etwas in der Bedienerfreundlichkeit verbessern. Derzeit merkt man einfach den Qualitativen Unterschied als einfacher User, der so ein Gerät benutzen will und nicht die Technik versteht.

    Kommentar von Gast - 2. Dezember 2010 um 15:08

  2. Hallo @Gast,

    erst einmal vielen Dank für Ihren informativen Kommentar. Der große Vorteil des iPads gegenüber der Konkurrenz liegt immer noch in seiner Benutzerfreundlichkeit und seinem durchdachten Bedienkonzept. Dafür nehmen viele Nutzer auch die eingeschränkte Hardware und das geschlossene iOS System in Kauf. Beim iPad wirkt vieles einfach intuitiver und schlüssiger umgesetzt.

    Abhilfe könnte beim Galaxy Tab das neue im Frühjahr erscheinende Android-Betriebssystem sein. Laut Google soll es inbesondere auf die Bedürfnisse von Tablet-Geräten angepasst sein. Samsung wird die Software, soviel ist bereits angekündigt, auch für das Galaxy Tab anbieten.

    Viele Grüße,
    André Nagel

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 2. Dezember 2010 um 15:08

  3. Zum ersten Kommentar:

    Man muss im Browser nur „Weboptimierte“ Ansicht deaktivieren und schon klappt alles… mit Flash 😉
    Und das 10″ Gerät ist auch schon im Anmarsch.

    Kommentar von Ben R. - 2. Dezember 2010 um 15:08

  4. Gelungener Beitrag. Gelungener Blog. Schöne Bilder. Man merkt das bei Ihnen Profis arbeiten.

    Kommentar von Rudi - 2. Dezember 2010 um 15:08

  5. Hast du noch naehere Informationen darueber ?

    Kommentar von Simon - 2. Dezember 2010 um 15:08

  6. Ich glaube im Hinblick auf die anderen Hersteller kann man kaum von Konkurrenz sprechen. Das iPad ist ein großer Erfolg. Erst heute habe ich gelesen, dass Apple dank des iPads zum drittgrößten Computerhersteller geworden ist. Wahrscheinlich wird die Konkurrenz ähnlich auf Granit beißen, wie die Konkurrenz des iPhones (Nexus One, Windows Phone).

    Kommentar von Andre - 2. Dezember 2010 um 15:08

  7. Hallo @Ben R.,

    vielen Dank für den Tipp.

    @Andre
    Da könnten Sie schon Recht haben. Immerhin dominiert Apple momentan den Markt und wird mit dem iPad 2 die Messlatte auch noch ein wenig höher legen. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner wird es bei Tablets auch in Zukunft nicht unbedingt auf den Preis ankommen, sondern vor allem darauf, wie viel sie zu leisten vermögen. Da muss Apple im Vergleich zum z.B. Samsung Galaxy noch nachlegen.

    Viele Grüße,
    André Nagel

    Kommentar von Andre Nagel - 2. Dezember 2010 um 15:08

  8. Hallo,

    kurz ein Kommentar zum Samsung Galaxy Tab.
    Das Pad sieht sehr attraktiv aus, da z.B. bei einem unser Technik Medienriesen die Pads alle nebeneinander aufgebaut sind, ist ein eigener Vergleich möglich.
    Hierbei stellt sich ein Problem da. Gerade für die Nutzer, die das Tab auch zum „Surfen im WWW“ nutzen möchten.
    Der Browser lädt, falls vorhanden die WAP Seiten. Beispiel http://www.bild.de landet auf wap.bild.de hierbei ist dann keine Zoomfunktion vorhanden, die Seite wird sowas von groß dargestellt, das es sehr umständlich ist in Ruhe einen Artikel zu lesen. Konkurrent IPad bietet eben durch die zwei Finger Zoom Technik hervorrangende Eigenschaften zur Betrachtung von Webseiten.

    Es ist schade man hätte schon mehr von Samsung erwartet, das Grundlagen die ein Pad erst zu einem persönlichen Schmuckstück verwandeln nicht eingearbeitet wurden.

    Vom Funktionsumfang ist das Samsung natürlich etwas besser ausgestattet. Auch hat Samsung durch die Software „AllShare“ alle Samsung Geräte kompatibel gemacht.
    Samsung Notebooks, Samsung LCD/LED/Plasma TVs, Handys das sind schöne Features wenn alle Geräte komfortabel miteinander kommunizieren können.

    Mein Fazit:
    Das Samsung Tab muss sich noch etwas in der Bedienerfreundlichkeit verbessern. Derzeit merkt man einfach den Qualitativen Unterschied als einfacher User, der so ein Gerät benutzen will und nicht die Technik versteht.

    Kommentar von Gast - 2. Dezember 2010 um 15:08

  9. Hallo @Gast,

    erst einmal vielen Dank für Ihren informativen Kommentar. Der große Vorteil des iPads gegenüber der Konkurrenz liegt immer noch in seiner Benutzerfreundlichkeit und seinem durchdachten Bedienkonzept. Dafür nehmen viele Nutzer auch die eingeschränkte Hardware und das geschlossene iOS System in Kauf. Beim iPad wirkt vieles einfach intuitiver und schlüssiger umgesetzt.

    Abhilfe könnte beim Galaxy Tab das neue im Frühjahr erscheinende Android-Betriebssystem sein. Laut Google soll es inbesondere auf die Bedürfnisse von Tablet-Geräten angepasst sein. Samsung wird die Software, soviel ist bereits angekündigt, auch für das Galaxy Tab anbieten.

    Viele Grüße,
    André Nagel

    Kommentar von Unternehmenskommunikation - 2. Dezember 2010 um 15:08

  10. Zum ersten Kommentar:

    Man muss im Browser nur „Weboptimierte“ Ansicht deaktivieren und schon klappt alles… mit Flash 😉
    Und das 10″ Gerät ist auch schon im Anmarsch.

    Kommentar von Ben R. - 2. Dezember 2010 um 15:08

  11. Gelungener Beitrag. Gelungener Blog. Schöne Bilder. Man merkt das bei Ihnen Profis arbeiten.

    Kommentar von Rudi - 2. Dezember 2010 um 15:08

  12. Hast du noch naehere Informationen darueber ?

    Kommentar von Simon - 2. Dezember 2010 um 15:08

  13. Ich glaube im Hinblick auf die anderen Hersteller kann man kaum von Konkurrenz sprechen. Das iPad ist ein großer Erfolg. Erst heute habe ich gelesen, dass Apple dank des iPads zum drittgrößten Computerhersteller geworden ist. Wahrscheinlich wird die Konkurrenz ähnlich auf Granit beißen, wie die Konkurrenz des iPhones (Nexus One, Windows Phone).

    Kommentar von Andre - 2. Dezember 2010 um 15:08

  14. Hallo @Ben R.,

    vielen Dank für den Tipp.

    @Andre
    Da könnten Sie schon Recht haben. Immerhin dominiert Apple momentan den Markt und wird mit dem iPad 2 die Messlatte auch noch ein wenig höher legen. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner wird es bei Tablets auch in Zukunft nicht unbedingt auf den Preis ankommen, sondern vor allem darauf, wie viel sie zu leisten vermögen. Da muss Apple im Vergleich zum z.B. Samsung Galaxy noch nachlegen.

    Viele Grüße,
    André Nagel

    Kommentar von Andre Nagel - 2. Dezember 2010 um 15:08

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