BVDW-Leitfaden zum Social Media Monitoring

09. August 2011

Die Social Media-Welle ist bei den Unternehmen in Deutschland längst angekommen. Die Frage dreht sich im Wesentlichen nicht mehr darum, ob Firmen den Hype mitmachen oder nicht, sondern vielmehr darum, wie professionell sie in den neuen sozialen Kanälen kommunizieren. Sicher hat die professionalisierte Social Media-Kommunikation viele Gesichter. Sie äußert sich in der Qualität der Dialogorientierung, zum Teil auch in der Umstrukturierung personeller Ressourcen bis hin zum neuen Berufsbild des Social Media Managers. Ein ganz wesentlicher Aspekt auf dem Weg zu einer professionelleren Kommunikation im Web 2.0 ist allerdings auch die strategisch orientierte Evaluation der Aktivitäten auf Facebook, Twitter und Co.

Das Stichwort lautet Social Media Monitoring und bezeichnet die Identifikation, Beobachtung und Analyse nutzergenerierter Inhalte in sozialen Medien (Quelle). Social Media Monitoring stellt immer mehr Unternehmen und Wissenschaftler vor die Frage: Wie lässt sich der Erfolg von Social Media PR messen? In dieser Debatte hat nun der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) nützliche Vorschläge gemacht. Der Verband hat gestern einen mehr als 30 Seiten starken Leitfaden zum Thema Social Media Monitoring veröffentlicht. Hier die wichtigsten Tipps im Überblick.

Vor dem Monitoring

Ein erster Schritt zur Vorbereitung eines Social Media Monitorings ist es, Erkenntnisziele und darauf basierend Themen, die im Fokus der Beobachtung stehen sollen, festzulegen. Der BVDW empfiehlt Analysten, sich bereits zu diesem Zeitpunkt darüber klar zu werden, wie schnell und wie umfangreich die Datenerhebung zu den jeweiligen Themen erfolgen soll. Das ist wichtig, um Tools und/ oder Anbieter für das Social Media Monitoring festzulegen.

Sind die zu beobachtenden Themen festgelegt, müssen sie mit passenden Schlagworten besetzt werden, an denen sich das Monitoring definieren soll. Möchte ein Unternehmen zum Beispiel herausfinden, wie gut seine Produkte bei den Social Media-Communities ankommen, wären Schlagworte wie „Unternehmensname+Kundenbewertung“ oder „Produktname+Test“ zu wählen. Die Verschlagwortung sollte dabei so umfangreich wie möglich, aber gleichzeitig auch nur so umfangreich wie nötig sein, um einer übergroßen Zahl irrelevanter Suchergebnisse vorzubeugen. Darüber hinaus ist es in Vorbereitung auf das Monitoring auch wichtig, die zu beobachtenden Quellen zu identifizieren. Eine gründliche Recherche der Social Media-Landschaft kann dabei helfen, möglichst alle themenrelevanten Kanäle mit einzubeziehen.

Das eigentliche Monitoring

Um die zuvor festgelegten Stichworte zu identifizieren, nutzen die unterschiedlichen Social Media Monitoring-Tools wie auch Suchmaschinen verschiedene Crawler, also Programme, die das Web durchsuchen und Seiten auf bestimmte Schlüsselwörter hin analysieren. Je nach Monitoring-Anbieter unterscheiden sich die Tools in ihrem Crawling-Prozess.

Nach dem Monitoring

Nach dem Crawling sollten die gesammelten Ergebnisse zunächt von irrelevanten Inhalten und Quellen sowie von Spam, Dubletten und Ähnlichem bereinigt werden. Möglich ist das entweder manuell oder automatisiert mithilfe entsprechender Software. Anschließend kann das gesammelte Material analysiert werden. Je nach dem, welche Fragen das Unternehmen an das Material hat, lassen sich dabei zum Beispiel relevante Meinungsführer und Multiplikatoren identifizueren oder die Tonalität von Beiträgen analysieren. Interessant kann es auch sein, Daten aus anderen, eher herkömmlichen Controlling-Quellen, mit in die Analyse einzubeziehen und sie mit den Monitoring-Daten zu vergleichen.

Monitoring-Ergebnisse auf einen Blick

Im Anschluss an die Analyse sollten die Ergebnisse aus dem Social Media-Monitoring schnell und in aktueller Form den Entscheidungsträgern im Unternehmen präsentiert werden. Dabei können die von den meisten Tools automatisch erstellten Reportansichten helfen. Einige Dienstleister bieten darüber hinaus auch die Aufbereitung kundenspezifischer Auswertungen in Form von beispielsweise PowerPoint-Präsentationen an.

In jedem Fall ist es wichtig, dass die Ergebnispräsentation schnell und auf einen Blick alle wesentlichen Fragen des Monitorings beantwortet.

Der vollständige Leitfaden zum Social Media Monitoring ist für 24,95 Euro in digitaler Form im BVDW-Shop erhältlich.

Betreibt auch Ihr Unternehmen bereits ein Social Media Monitoring? Wenn ja, welche Tools nutzen Sie dazu und was sind Ihre Erfahrungen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße

Franziska Bravo Roger 


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