Breitband bekommt Konkurrenz vom Mobile Web

13. August 2009

Das Mobile Web beschränkt sich nicht nur auf die Übertragung des bekannten Internets auf mobile Geräte. Vielmehr erschließt sich ein ganz neuer Markt, der sich erst einmal an das Nutzerverhalten anpassen muss. Da immer mehr internetfähige Handys im Umlauf sind, ist auch die Webnutzung in den letzten Monaten rasant angestiegen. Nach einem Bericht des Washingtoner Think-Tanks Pew Internet and American Life Projects sind bereits mehr als die Hälfte der US-Bürger über Laptops, Handys und portable Spielkonsolen ins Netz gegangen.

Mobile Web gegen die Digitale Kluft

Ein weiteres Phänomen ist, dass viele ärmere Bürger den Zugang über das Mobile Internet nutzen. Möglicherweise liegt dies an den hohen Kosten für einen Breitbandanschluss und Computer. „Der Marktanteil des mobilen Zugangs liegt in Deutschland nur bei 1,7 Prozent“, sagt Daniel Ott von der Initiative D21. Dennoch ist es hier auch so, dass die Haushalte mit weniger Einkommen eher das Mobile Web nutzen. Besonders stark wird der Trend in Afrika deutlich: Die Zahl der dortigen Mobile-Web-Nutzer ist seit 2007 um 141 Prozent gestiegen. Somit kann das Mobil Web dazu beitragen, die digitale Kluft zwischen den Bevölkerungen aus ärmeren und reicheren Ländern zu verringern. Dem neuen Markt werden also große Chancen zugeschrieben.

Handy auf dem Vormarsch

Laut dem Pew-Internet-Bericht loggen sich 39 Prozent der US-Bürger mit einem Laptop ins Mobile Web ein. Auf Platz zwei folgt jedoch schon mit 32 Prozent das Handy, das in erster Linie für E-Mails, Instant-Messaging, aber auch zur Informations-Suche genutzt wird. Seit 2007 ist die mobile Internet-Nutzung in den USA um knapp ein Drittel gestiegen.

Das Mobile Web bietet somit neue Möglichkeiten für Ihr Unternehmen, Kontakt mit Kunden aufzunehmen und sie mit mehr Service-Angeboten zufrieden zu stellen. Erfahren Sie im nächsten Teil unserer Serie, welche neuen Anwendungen es gibt und wer es in die Best-of-Liste der Mobile Sites geschafft hat.

Wie sehen Sie die Zukunft im Mobile Web? Nutzen Sie es selbst schon? Schreiben Sie mir über Ihre Erfahrungen im Mobile Web.

Bis demnächst,

Tamara Heck

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Kommentare

  1. Also ich nutze das Internet via UMTS (also mobil) wie auch per Festnetz (also „normales“ DSL).
    Ein wenig billiger sollte der UMTS-Zugang mal werden, da entstehen wirklich hohe Kosten – Auch wenn es eine sogenannte FlateRate ist :-/

    Kommentar von mr.gene - 13. August 2009 um 11:47

  2. Hallo mr.gene,

    das „Problem“ bei den Kosten für UMTS & Co. sind die deutschen Anbieter (also T-Mobile, Vodafone, O2 und EPlus). Die haben natürlich kein Interesse daran, dass die Kosten für das Mobile Web in Deutschland sinken, denn dann würde die „Cash-Cow“ SMS in Gefahr geraten, wenn Instant Messenger, Social Networks & Co. im großen Rahmen Einzug auf deutschen Handys halten. Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Kosten pro SMS.
    Gruß,
    Roland Schupp

    Kommentar von Webdepartment - 13. August 2009 um 11:47

  3. Ich persönlich denke nicht, dass die eine Entwicklung die andere bremst, bzw. dieser im Wege steht. Vielmehr sollte man die Stärken beider Technologien verbinden, also die Geschwindigkeit vom Breitbandinternet mit der Flexibilität des mobilen Webs. Doch durch die Einführung von LTE wird dies wohlmöglich bald schon Realität werden. Man darf gespannt sein; das mobile und das stationäre Internet sind bereits dicht miteinander verbunden, und bald wird man keine Grenzen mehr setzen können.

    Kommentar von web-with-you.com - 13. August 2009 um 11:47

  4. Also ich nutze das Internet via UMTS (also mobil) wie auch per Festnetz (also „normales“ DSL).
    Ein wenig billiger sollte der UMTS-Zugang mal werden, da entstehen wirklich hohe Kosten – Auch wenn es eine sogenannte FlateRate ist :-/

    Kommentar von mr.gene - 13. August 2009 um 11:47

  5. Hallo mr.gene,

    das „Problem“ bei den Kosten für UMTS & Co. sind die deutschen Anbieter (also T-Mobile, Vodafone, O2 und EPlus). Die haben natürlich kein Interesse daran, dass die Kosten für das Mobile Web in Deutschland sinken, denn dann würde die „Cash-Cow“ SMS in Gefahr geraten, wenn Instant Messenger, Social Networks & Co. im großen Rahmen Einzug auf deutschen Handys halten. Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Kosten pro SMS.
    Gruß,
    Roland Schupp

    Kommentar von Webdepartment - 13. August 2009 um 11:47

  6. Ich persönlich denke nicht, dass die eine Entwicklung die andere bremst, bzw. dieser im Wege steht. Vielmehr sollte man die Stärken beider Technologien verbinden, also die Geschwindigkeit vom Breitbandinternet mit der Flexibilität des mobilen Webs. Doch durch die Einführung von LTE wird dies wohlmöglich bald schon Realität werden. Man darf gespannt sein; das mobile und das stationäre Internet sind bereits dicht miteinander verbunden, und bald wird man keine Grenzen mehr setzen können.

    Kommentar von web-with-you.com - 13. August 2009 um 11:47

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