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Facebook greift nach dem Internet

Datenschützer schlagen Alarm

Facebook

Facebook baut seinen Einflussbereich sukzessive aus und vernetzt sich immer weiter mit dem übrigen Internet. Mittlerweile wildert das soziale Netzwerk gar in dem klassischen Geschäftsfeld von Google. So berücksichtigt die neue Suchfunktion von Facebook nun auch Webseiten, die User über den „Gefällt Mir" weiterempfohlen haben.

Facebook will als Basis für das Werbegeschäft seine Präsenz im Internet weiter ausbauen. Datenschützer erinnert das Vorgehen des sozialen Netzwerks dabei vor allem an die Datenkrake Google. Für Sie als Unternehmen bedeutet der Vorstoß Facebooks vor allem Eins: Ihnen werden immer mehr Möglichkeiten eröffnet, um von dem enormen Nutzerkreis des sozialen Netzwerkes zu profitieren.

Facebook ist immerhin mittlerweile die beliebteste Website im Netz. Das Soziale Netzwerk verzeichnete allein im Mai 540 Millionen Besucher. Das besagt zumindest die Ende Juni veröffentliche Studie des Branchendienstes Meedia.de. Allerdings berücksichtigt das auf dem Research Tool Ad Planner basierende Ranking nicht Google und Youtube. Es ist also davon auszugehen, dass Facebook wohl die beliebteste Nicht-Google-Website ist.

Für Facebook geht es dabei schon lange nicht mehr nur noch um die Führerschaft im Bereich soziale Netzwerke. Vielmehr möchte man in Zukunft DIE Plattform im Internet werden und Google von seiner bisherigen zentralen Position verdrängen. Das Internet soll sozial werden und Facebook dabei der erste Anlaufpunkt sein. Aus diesem Grund möchte man in Zukunft enger mit externen Partnern zusammenarbeiten. So ermöglicht Facebook seit einiger Zeit die Integration eines „Gefällt mir" Buttons auf Ihrer Unternehmensseite. Sollte ein Nutzer Gefallen an Ihrer Website finden und den Button verwenden, so erscheint dies auf seiner Profilseite. Zudem ermöglicht Facebook die Einbindung eines Kommentarplugins, mit dem Nutzer ihre Meinung über Inhalte Ihrer Website direkt posten können. Eine ganze Reihe weiterer sogenannter „Social Plugins" ermöglicht die immer bessere Vernetzung Ihrer Unternehmensseite mit dem sozialen Netzwerk. An Relevanz gewinnt das vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Facebook erst vor kurzem seine Suchfunktion erweiterte. Diese erfasst nun nicht mehr nur Nutzerprofile. Fortan werden auch Webseiten berücksichtigt, die von Usern über den „Gefällt mir" Button weiterempfohlen wurden.

Für Sie als Unternehmen bedeutet der Vormarsch Facebooks, dass Sie sich in Zukunft nicht mehr nur auf die Suchmaschinenoptimierung für Google konzentrieren sollten. Nicht mehr nur ein hohes Ranking bei dem Suchmaschinenbetreiber ist entscheidend. Vielmehr wird die Vernetzung mit Facebook und seinen Funktionen immer bedeutsamer. Wenn Sie als Unternehmen von Facebook profitieren wollen, kommen Sie um eine Integration von Facebook-Funktionen nicht herum. Insbesondere, sollte sich irgendwann die auf den „Gefällt mir" Empfehlungen beruhende Suche durchsetzen. Dann sind vielleicht nicht mehr nur auf Links beruhende Algorithmen wie bei Google die Grundlage für Suchanfragen. Suchmaschinenoptimierer müssten Umdenken.

Für Datenschützer hingegen ist das Vorgehen von Facebook höchst bedenklich. Denn insbesondere über die neue „Open Graph" Schnittstelle können Facebook und die Partner-Webseiten Informationen über die Vorlieben der Nutzer austauschen. Der Nutzer kann sich nur vor der Speicherung seiner Daten schützen, wenn er sich durch unübersichtliche Menüs kämpft.

Immer mehr Unternehmen werden in nächster Zeit Facebook-Funktionen auf ihrer Website integrieren. Denn mit überschaubarem Aufwand lässt sich so der große Nutzerkreis des sozialen Netzwerks erreichen. Natürlich steigt damit auch die Abhängigkeit von Facebook. Geklärt ist z.B. noch nicht, was passiert, wenn Facebook ungerechtfertigt ein Profil, eine Fanseite oder Gruppe vom Netz nimmt. Trotz allem bietet auch Euroweb seinen Kunden, im Rahmen einer Aktualisierung ihrer Website, die Integration eines „Gefällt mir" Buttons an.

Wie beurteilen Sie das Vorgehen von Facebook? Nutzen Sie bereits einige der sogenannten „Social Plugins" auf Ihrer Website?

Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße,

André Nagel

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André Nagel

Andrè Nagel ist technikbegeistert und besitzt eine große Affinität zum World Wide Web und allen seinen Entwicklungen.

Position

Pressesprecher

Kontakt

a.nagel@euroweb.de

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02Kommentare

Unternehmenskom...

Bild des Benutzers Unternehmenskommunikation

08.07.2010 - 15:00

Hallo Marie, in der Tat ist der "gemeine" Facebook-Nutzer eher jünger. Aber auch bei älteren Internetusern ist Facebook mehr und mehr im Kommen, wie auch eine <a href="http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-Facebook-Nutzer-Altersdurchschnitt-ist-gestiegen-5123493.html">bei computerbild.de erläuterte Studie</a> belegt. Viele Grüße Melanie Schyja

Marie E.

Bild des Benutzers Marie E.

08.07.2010 - 12:20

Ich finde Social-Plugins sehr interessant und kann mir sie gut für unsere Website vorstellen. Ich denke aber, das für eine rege Nutzung dieser Buttons eine überwiegend junge Zielgruppe des Unternehmens nötig ist. Denn ein Facebook-Account ist bisher (noch?) nicht in allen Altersgruppen vertreten.

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